Tags
Verwandte Artikel
Share
Kommunalwahl im Donnersbergkreis
Am Sonntag ist Kommunalwahl im Donnersbergkreis. Wir haben die Kandidaten von SPD, Bündnis90/Die Grünen und den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Göllheim zu erneuerbaren Energien befragt. Die vollständigen Antworten finden Sie in der Sonderbeilage Donnersberg.
Fünf Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche für Biogasanlagen?
Ulrich Dittrich von der SPD ist der Meinung, dass “durchaus Flächenpotentiale vorhanden” sind und so eine “sichere Einnahmequelle” ermöglicht werden kann. “Entscheidend dafür, in welchem Umfang Flächen zur Verfügung stehen, ist aber auch die Qualität der Nahrungsmittelproduktion im Kreis und die Vergütung der Produkte.” Rita Beck von Bündnis90/Die Grünen fügt hinzu: “Vorrangig sollen bisher stillgelegte Flächen genutzt werden, auch die Bio-/Energietonne unterstützen wir. Bei Biogas ist der begrenzende Faktor nicht die Fläche sondern die Einspeisemöglichkeit ins Gasnetz bzw. die sinnvolle Abwärmenutzung bei der Verstromung.” Klaus-Dieter Magsig, Bürgermeister der VG Göllheim, hält sich zurück: Es sei zum einen eine “ethisch-moralische” Frage. “Es geht aber auch darum, ob die betroffenen Landwirte bereit sind, ihre Flächen für diesen Zweck zu nutzen und hier ist sicher auch der Preis entscheidend (…).”
250 Hektar für 25 Prozent Solarstrom?
“Ein großes Potential stellen nach wie vor die vielen ungenutzten Dachflächen dar, die eine Nutzung von Photovoltaikanlagen ermöglichen.” Es bedarf aber eines “intensiven Abwägungsprozesses”. Die Fortschreibung der Flächennutzungspläne wird zeigen, wo die Grenzen derartiger Anlagen liegen,” ist sich Ullrich Dittrich (SPD). “250 Hektar sind unkritisch, in Börrstadt und Schneebergerhof ist ein Anfang gemacht, andere Kreise in Rheinland-Pfalz haben wesentlich größere Flächen ausgewiesen. Es müssen ja nicht nur Ackerflächen sein,” sagt Rita Beck (Bündnis90/Die Grünen). Klaus-Dieter Magsig antwortet mit Gegenfragen: “Haben wir solch große Flächen, die für eine solche Nutzung auch zur Verfügung stehen? Oder ist es nicht zu vertreten, landwirtschaftlich hochwertige Flächen für solche Zwecke zu ‘opfern’?”
40 Windenergieanlagen – sinnvoll oder geht noch mehr?
“Das Repowering der 40 bestehenden Anlagen auf dem Wege der Modernisierung stelle ich nicht in Frage, sondern halte dies für eine sinnvolle Lösung,” sagt Ulrich Dittrich von der SPD. Rita Beck (Bündnis90/Die Grünen) trifft eben so klare Worte: “Wir wollen die Windenergiegewinnung bis 2015 vervierfachen und so für eine dauerhaft günstige Energieversorgung und Wertschöpfung in der Region sorgen.” Auch Klaus-Dieter Magsig erkennt das Potantial: “Die Anzahl von 40 ist aus meiner Sicht sicher nicht als letzte Größe zu betrachten. (…) Allerdings halte ich die Frage der Beeinträchtigung der betroffenen Bevölkerung für äußerst wesentlich. (…) Ein wesentlicher Gesichtspunkt ist aus meiner Sicht auch die touristische Frage.”




