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Växjö – die grünste Stadt in Europa
Vor kurzem kündigte mir ein Freund ein besonderes Souvenir aus seinem Schweden-Urlaub an – eine Information. Die Information reichte er mir kurze Zeit später in Form einer Broschüre und flammender Erzählungen über den Tisch. Er war in Växjö, der grünsten Stadt Europas. Grund genug, sich diese Stadt ein wenig genauer anzuschauen (leider nur aus der Entfernung).
„The vision is that Växjö shall become a municipality where it is easy and profitable to live a good life without fossil fuels.“ Ein Leben ohne fossile Energie ist seit 1996 die Vision der südschwedischen Stadt.
Jahrelang wurde sie als die Stadt beschrieben, „die am See liegt und wo sich die Straßen treffen.“ Dann war der See verschmutzt und die Straßen überfüllt. Die Stadt, von der BBC 2007 als „The greenest City in Europe“ genannt, hat die Herausforderung aufgenommen, und ein Umwelt- und Klimaschutzprogramm gestartet, das seines gleichen sucht: „The City of Växjö is an internationally recognized frontrunner in the fight against pollution and climate change and has undertaken an ambitious programme designed to protect and enhance its local environment.“
Unterstützt vom EU Projekt SESAC soll in Växjö
- der Energieverbrauches aus fossilen Quellen um 75 Prozent gesenkt werden.
- sichergestellt werden, dass der Energieverbrauch in energieeffizienten Gebäuden 37 Prozent niedriger ist, als schwedische Gebäude-Regulierungen verlangen.
- die Energiegewinnung aus Erneuerbaren um 15.000 MWh/Jahr ansteigen.
Dafür wurden in Växjö 400 Energieeffizienz-Häuser gebaut. Diese sparen zwischen 30 und 40 Prozent an Energie ein und sollen zukünftig rund 90 Prozent des Verbrauches aus erneuerbaren Energien beziehen. Heute kommen bereits 54 Prozent der Energie für Wärme, Strom und Transport aus regenerativen Energien. Auf dem Dach der Teleborg Senior School bspw. sind Photovoltaik-Module installiert, die im Jahr 58.000 kWh produzieren. Diese wiederum dienen als Anschauungsmaterial für die Schüler: es wurden sechs spezielle Unterrichtseinheiten konzipiert, die die Schüler über Solarenergie aufklärt. Seit 2007 sorgt Kronobergs erste Biogas-Tankstelle für ein sauberes Fortkommen der städtischen Fahrzeuge. Die Energie kommt unter anderem aus Abfällen. Beeindruckend auch die höchsten Passivgebäude Schwedens. Die 64 Wohnungen in zwei achtstöckigen Gebäuden werden ohne konventionelle Heizungssysteme versorgt und sind perfekt wärmegedämmt.
Bis 2010 will die Stadt 50 Prozent an CO2 pro Einwohner und bis 2025 70 Prozent einsparen (verglichen mit 1993). Im Jahr 2007 wurden im Schnitt 3,1 Tonnen CO2 pro Bürger emittiert, was einer Reduzierung von 32 Prozent entspricht.
Um diese Klimaschutzziele zu erreichen, arbeiten alle politischen Parteien sowie Industrie, Nichtregierungsorganisationen und Bürger Hand in Hand. Der größte Anteil der CO2-Reduktion resultiert aus der Vermeidung von Erdöl und die Verwendung von Biomasse zur Wärmeversorgung.
Neben diesen Erfolgen ist Växjö auch preisgekrönt: im Februar 2007 wurde der Stadt der Sustainable Energy Award von der Europäischen Kommission innerhalb der „Sustainable Energy for Europe“-Kampagne verliehen. Im September des gleichen Jahres verlieh die Union of Baltic Cities (UBC) Växjö „The best environmental practice in Baltic Cities Award“
Genug gelesen? Växjö ist auf interessierte Besuchergruppen eingestellt.





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