Sauber abfahren

Autoverkehr ohne Gestank und Krach
Elektrofahrzeuge mit sauberem Strom gehört die Zukunft

Stell‘ dir vor, du gehst durch die Stadt. Die Straßen sind verstopft wie an fast jedem Tag. Autos drängeln sich dicht an dicht. Doch es ist still – kein Krach, keine röhrenden Motoren und auch kein Gestank. Wenn die Autos losfahren ist das einzige, was du hörst, das Abrollgeräusch der Reifen auf dem Asphalt und das leise Surren des Elektromotors. Nein, das ist kein Traum. Denn auf Deutschlands Straßen werden schon bald Autos fahren, die ihre Energie aus Strom beziehen – und nicht aus Benzin oder Diesel. Elektroautos gehört die Zukunft, da sind sich die meisten Experten einig.
juwi-Chef Matthias Willenbacher fährt selbst ein Elektroauto, und zwar ein ganz besonderes aus den USA. Sein Tesla beschleunigt in knapp vier Sekunden von 0 auf 100 und schafft in der Spitze über 200 Stundenkilometer. Der Tesla ist nicht nur der schnellste Elektro-Sportwagen der Welt, sondern hat mit über 360 Kilometern auch die größte Reichweite. Seine Energie bezieht der amerikanische Flitzer aus mehr als 6.000 Akkus so wie man sie auch in Handys findet.
Doch Willenbacher fährt den Tesla nicht nur aus Spaß an der Freude. Er will damit ein Zeichen setzen. „Der Tesla zeigt, dass Elektroautos mit Fahrzeugen, die mit normalem Sprit betrieben werden, bereits locker mithalten können. Die Umstellung auf Autos mit Elektromotor ist technisch möglich. Die Autohersteller müssen nur damit anfangen. Wir brauchen nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag zu warten“, sagt der juwi-Chef.
Das zu zeigen ist sehr wichtig, denn Elektroautos spielen beim großen Ziel einer sauberen Energieversorgung eine zentrale Rolle. „Elektroautos gehört zweifellos die Zukunft, doch das alleine reicht nicht. Wenn die Abgase vom Auspuff einfach zum Strom produzierenden Kohlekraftwerk verlagert werden, dann haben wir mit Blick auf den Klimawandel nichts gewonnen. Elektroautos machen nur Sinn, wenn der Strom aus erneuerbaren und damit sauberen Energiequellen kommt – zum Beispiel aus Wind- und Sonnenenergie“, sagt Willenbacher. Elektroautos sind künftig aber auch ein wichtiger Stromspeicher. Zum Aufladen kommen sie üblicherweise nachts an die Steckdose, so dass sie die Überschüsse an Strom von Windkraftanlagen, die nachts entstehen können, aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben können.