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Berliner Umweltpreis an Anti-Kohle-Bewegung
Gestern Abend im Roten Rathaus zu Berlin: der Teppich war rot, die Gesinnung jedoch grün. Denn der BUND hatte zur Verleihung des Berliner Umweltpreises 2009 geladen. Nach einer wirklich kurzweiligen Begrüßung durch Christian Arns, Vorsitzender des BUND Berlin, standen die Preisträger im Rampenlicht.
Patricia Schäfer, die Moderatorin des Abends
In der Kategorie “Kinder und Jugend” wurde das Engagement der Carl-Humann-Grundschule in Berlin gewürdigt. Hier haben Kinder und Lehrer zusammen ein umweltfreundliches Mobilitätskonzept entwickelt, da ihnen aufgefallen ist, dass viele Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Die Lösung ist so einfach wie wirksam: das Fahrrad! Zunächst wurden einfach nur Fahrradständer auf dem Schulhof aufgestellt, und somit dem umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel ein fester Platz eingeräumt. Später kam dann eine Fahrradwerkstatt hinzu, die neben Reparaturen auch Sicherheitchecks übernimmt. Durch Aufklärungsarbeit bei den Schülern und Eltern konnte erreicht werden, dass deutlich weniger Kinder mit dem Auto gefahren werden. Laudatorin des Kinder-Preises war Tita von Hardenberg, Schirmherrin des Preises.
Tita von Hardenberg, Laudatorin und Schirmherrin
Die kleinen Preisträger
In der Kategorie “Wirtschaft und Innovation” konnte sich die Modedesignerin Magdalena Schaffrin aus Berlin-Neukölln freuen. Ihr Modelabel steht für biologisch erzeugte Stoffe, wenn möglich aus der Region um lange Fahrtwege zu vermeiden und Nachhaltigkeit. Und in diesem Zusammenhang macht dieses sonst so schwammige Wort Sinn, denn die Kleidung ist gedacht für langes Tragen. Sie ist zeitlos und hochwertig und attraktiv über eine Saison hinaus. Mit diesem Preis dürfe sie sich auch endlich mal mit ihrer zweiten Leidenschaft präsentieren, nämlich mit ihrer Liebe zur Umwelt und zum Umweltschutz, sagte Schaffrin. Die Laudatio hielt Frau Prof. Dr. Anja Grothe, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.
Ökologische Mode aus Neukölln
Die letzte Preis in der Kategorie “Umweltengagement” bekam nicht nur durch den Laudatoren, Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, besondere Aufmerksamkeit. Der Preis ging an die Bürgerinitiative “Nein zum Kohlekraftwerk” aus Berlin. Schließlich hielt der Regierende während der Entscheidungsphase mit seinem Standpunkt zum geplanten Vattenfall-Kraftwerk hinter dem Berg. Dies sei laut des Senatssprechers absichtlich gewesen, er habe lieber intern Fäden gezogen. Die Freude über diese Ehrung konnte man den Vertretern der Bürgerinitiative ansehen, die Freude über die erfolgreiche Verhinderung der Baupläne war jedoch sicherlich größer. Jedoch sprach sich Wowereit in seiner Rede eindeutig gegen Atom- aber auch gegen Kohlekraftwerke aus.
Klaus Wowereit, regierender Bürgermeister von Berlin
Erst eine erfolgreiche Verhinderung, dann die Auszeichnung
Auch von dieser Stelle aus einen herzlichen Glückwunsch an die Preisträger!
Gruppenbild mit allen Gewinnern des Abends




