100% Einsatz für erneuerbare Energien

Einer unserer besten und engagiertesten Unterstützer ist Florian Fritsch, Geschäftsführer der FROSYS GmbH in Regensburg. Florian und sein Bruder Nico Fritsch sind Autoren eines Blogs zum Thema Elektromobilität.

Florian, wo Du stehst und gehst sehen wir Dich mit der knalligen 100%-Krawatte. Ein modisches Statement oder doch eher eine Beflaggung für erneuerbare Energien?

Sowohl als auch. Die Farbe Orange steht ja für Dynamik, Energie, Aufgeschlossenheit, Lebenslust und Optimismus. Dadurch, dass sie so knallig ist, unterstützt sie im Alltag die Kommunikation und lenkt automatisch die Aufmerksamkeit auf sich. Aber mir gefällt natürlich nicht nur die Farbe –  ich bin vor allem Erneuerbare-Energien-Fan und davon überzeugt, dass es möglich ist, 100 % erneuerbare Energien bis zum Jahr 2030 umzusetzen. Somit ist es auf jeden Fall eine Beflaggung für erneuerbare Energien. Meiner Ansicht nach ist es so: Es war ja möglich, innerhalb von 20 Jahren jeden Bundesbürger mit einem Mobiltelefon auszustatten – wir haben ja über 100 Millionen Handys in Deutschland -, dann muss es doch auch möglich sein, in den nächsten 20 Jahren jeden Bundesbürger mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Die Potentiale sind ungemein groß, teilweise liegen viele Möglichkeiten noch brach und viele Technologien müssen gefördert werden. In diesem Thema steckt noch unglaublich viel Entwicklungspotential. Und genau deshalb beflagge ich mich damit.

Was genau machst Du oder Dein Unternehmen die FROSYS GmbH? Wo ist die Verbindung zu erneuerbaren Energien?

Die FROSYS GmbH beschäftigt sich neben der Elektromobilität und den intelligenten Stromnetzen vor allem mit erneuerbaren Energien, wobei wir einerseits die Firma juwi in Bayern vertreten und andererseits berate ich seit Jahren verschiedene Geothermie-Kraftwerke bei deren Planung und Umsetzung. Die Kombination der drei Bereiche ist unser zentrales Thema. Intelligente Netze in Verbindung mit erneuerbarer Energie und Elektromobilität macht einfach Sinn, da jetzt beispielsweise Strom aus erneuerbarer Energie, die unregelmäßig zur Verfügung steht (z. B. wenn nachts starker Wind weht, der Strom aber zu dieser Tageszeit nicht benötigt wird), in Fahrzeugen zwischengespeichert werden und tagsüber wieder verwendet werden kann. Dies bedeutet, dass zum ersten Mal eine Energieverschiebung in dieser Kombination möglich ist.

100% erneuerbar ist eine eindeutige Botschaft: Wir wollen in naher Zukunft eine Versorgung rein durch erneuerbare Energien. Was braucht es Deines Erachtens dafür?

Wir brauchen vor allem einen ausgewogenen Mix aus allen Arten von erneuerbarer Energie, angefangen von der Windenergie, über Photovoltaik oder auch Solarenergie, bis hin zur thermalen Energieproduktion und Bio-Energie aus Bio-Masse. Meine Favoriten sind die Geothermie, die Tiefen-Geothermie, die rund um die Uhr zur Verfügung steht, und solarthermische Kraftwerke.

Wir haben ja bereits geklärt, dass es Dir um den Inhalt und nicht um die Verpackung geht. Was also tust Du oder Dein Unternehmen, um mehr Akzeptanz von erneuerbaren Energien zu erreichen bzw. die Energiewende herbeizuführen?

Wie zu Beginn bereits festgestellt, versuchen wir, so viele Entscheidungsträger wie möglich für das Thema „100 % erneuerbar“ zu gewinnen. Es stimmt mich fröhlich, dass die BMW AG letzten Samstag in der Süddeutschen Zeitung damit geworben hat, dass die logische Konsequenz und der nächste Schritt für die BMW AG sei, ihre Fabriken mit 100 % erneuerbarer Energie zu versorgen. Diese Tatsache, dass Unternehmen in erneuerbare Energien investieren, macht mich zuversichtlich. Des Weiteren versuchen wir, viele Menschen, egal welcher politischen Couleur, sei es der neue Ministerpräsident von Baden-Württemberg oder auch ein Vorstand der E.ON AG, vom Thema „100 %“ zu begeistern und möchten so möglichst viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erzeugen und damit immer mehr Fürsprecher gewinnen, damit dieses Thema zeitnah umgesetzt werden kann. Schließlich kann es nur dann verwirklicht werden, wenn möglichst viele mitmachen und gerade wichtig sind hier Personen, die an Schlüsselpositionen in der Wirtschaft sitzen.

Im März dieses Jahres ist der Kinofilm „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ gestartet. Ihr seid Aktionspartner für die Region Regensburg. Was genau habt Ihr geplant?

Wir waren u. a. am Premierenabend präsent sein – mit dem Tesla, den Elektro- und Hybrid-Bikes, mit knall-orangenen Turnschuhe und Krawatten im 100%-Style – und haben somit auf das Thema „100 %“ aufmerksam machen. Im Vorfeld dazu haben wir natürlich auch unsere Kunden, Mitarbeiter, Bekannte und Freunde über das Thema informiert, damit sich möglichst viele diesen Film anschauen werden und dadurch vielleicht auch umdenken. In der darauf folgenden Woche war ja die europaweit stattfindende „Energie-Woche“, die sogenannte Sustainable Energy Week. Hier haben wir auch mit einem Themenabend dazu beigetragen, Interessierte aus Politik, Wirtschaft und Bevölkerung über die Themen erneuerbare Energien in Kombination mit Elektromobilität zu informieren.

Auffallend sauber!

Abschließende Frage: Neben der 100%-Krawatte fällst Du auch durch ein anderes orangenes „Kleidungsstück“ auf. Du fährst einen 100%-Tesla – beschreib doch bitte mal, wie sich das anfühlt, umweltverträglich und dennoch sportlich zu fahren?

Die Sportwagen-Fahrer in Regensburg gehen ja mittlerweile in Deckung, wenn sie den orangenen Flitzer sehen, weil er einfach unglaublich schnell beschleunigt und das nahezu geräuschlos. Ich – persönlich gefragt – finde, das ist das erste Mal, dass Umweltschutz auch richtig Spaß macht, weil man sich hier nicht einschränken muss, sondern einen unglaublichen Zugewinn an Komfort und Sportlichkeit hat, den man sonst, bei einem mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeug, kaum erleben kann. Das ist wie Carrera-Rennbahn-Fahren in groß – und das noch mit einem sauberen Gewissen. Im Fahrzeugschein steht ja „Schadstoffklasse: unbekannt“, weil er nämlich keine Schadstoffe ausstößt. Und er macht einfach auch unglaublich viel Spaß. Um die Umwelt zu schonen, muss man ja so Dinge tun wie z. B. den Wasserhahn abdrehen, den Müll trennen etc. – das alles ist eine Einschränkung. Und hier hat man zum ersten Mal einen Zugewinn! Das ist einfach toll – und praktisch! Ich stecke den Tesla ca. alle drei Tage ein und lade ihn voll. Das kostet erstens viel weniger und zweitens muss ich nicht an die Tankstelle fahren, mich mit giftigen Dämpfen umgeben und mir die Hände dreckig machen. So sieht für mich die Zukunft aus.

Florian, vielen Dank für Dein Engagement für unsere Kampagne 100% erneuerbar. Wir freuen uns sehr, Dich und Deinen Bruder in unseren Reihen zu wissen.