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“Erneuerbare müssen her” – Jean-Pierre Rummens berichtet aus Haiti
In den letzten 20 Jahren habe ich so manche Nachwirkungen von Kriegen oder Naturkatastrophen gesehen. Zwei Erdbeben habe ich selbst miterlebt. Die Bilder kenne ich, die sich mir dann bieten. In einem solchen Moment geht es mir nicht darum mir Gedanken zu machen, was ist denn passiert und warum ist es passiert. Beides ist für mich Zeitverschwendung.
Für mich stellt sich die Frage, was kann man jetzt tun. Und wie selten in meinem beruflichen Leben, habe ich mich in Haiti gefühlt wie vor einem Berg zu stehen, der nicht zu überwinden ist. Jedes Projekt ist eine Art Berg, den es gilt zu bezwingen um Menschen zu helfen. Und es gibt meistens einen Ansatzpunkt. Aber hier in Haiti ist es schwer. Ich habe noch nie so viele Menschen gesehen, die auf so engem Raum, so dicht zusammen gefercht und hoffnungslos waren. Menschen hausen unter Plastikfolie. Am Wegrand vom Flughafen bis in die Innenstadt, eine blaue oder graue Folie nach der anderen. An anderen Stellen gibt es Zelte zwischen denen, ironischerweise große Werbedisplays ragen, die Fotos von einem schönen Zuhause, Mobiltelefonen und von „Maggi“ Lebensmitteln eine heile Welt verheißen.
Kinder betteln am zerstörten Palast um Geld, um Brot. Eine alte Frau sucht in den Trümmern einer kaputten Kirche nach etwas was sie gebrauchen oder verkaufen kann. Der Gestank in der Stadt ist fürchterlich. Den Geruch von Verwesung habe ich seit Afghanistan oder Bosnien immer noch in der Nase. Doch hier mischt er sich mit verfaulten Lebensmitteln und Fäkalien. Denn nicht nur die Wasserversorgung ist zusammen gebrochen, sondern auch die Kanalisation ist kaputt und an vielen Stellen liegen alte Leitungen offen. Ganze Straßen sind deswegen gesperrt. Trotzdem bauen sich Menschen dort einen Unterschlupf, weil sie nicht wissen wohin und ihnen auch niemand sagt, wohin es gehen könnte.
Was für eine Wohltat ist da doch das Waisenhaus von „Love a Child“ das wir von „Feed the Hungry“ seit Jahren unterstützen. Den Kinder geht es gut. Sie lachen, sind fröhlich, ausgelassen, schneiden Grimassen. Jungs spielen im Hof mit Murmeln nicht mit Nitendo und haben doch mehr Spaß mit den Glaskugeln, als so manches Kind bei uns mit dem letzten Schrei aus dem Spielzeugladen.
Die Kinder sehen gut aus, sind gut ernährt. Ein kleines Mädchen nimmt mich in Beschlag und lässt mich nicht mehr los. Die Kinderzimmer sind sauber, hell und aufgeräumt. Ich bin froh hier zu sein und feststellen zu können, dass unser Geld, (eigentlich ist es ja Ihr Geld) hier gut angelegt ist. Es läuft hier ist in unserem Sinn. Im Lagerhaus ist voller Betrieb. Lebensmittelpakete müssen gepackt werden für die nächste Verteilung. Freiwillige aus der Gegend und Teams aus USA sind da um zu helfen. Ein Team aus Florida ist am Vortag angekommen und baut jetzt einen Spielplatz für die Waisenkinder. Lange sitze ich mit Bobby Burnette zusammen und überlegen was wir tun können. Wir sitzen draußen auf der Veranda und trinken Eistee. Es ist idyllisch dort draußen in „Fond Parisien“. Man vergisst dass hier vor Monaten ein Erdbeben getobt hat. Doch wir kommen schnell wieder zurück auf den Grund meines Besuches. Die Energiepreise sind einfach zu hoch. Diesel wird zu teuer und ist oft nicht verfügbar. Erneuerbare Energien müssen her. Es gibt keinen anderen Weg. Für das Geld das wir dann sparen, können wir viele Kinder aufnehmen, meint Bobby. Genau das ist auch mein Gedanke und der Grund warum ich hier bin. Kinder die jetzt auf der Straße leben, gibt es genug. Mehr als wir unterbringen können.









Die Vision: Ein Transport-System, das die Benutzer-Vorteile von Flug, Bahn und Auto vereint und gleichzeitig geringste Emissionen erzeugt: CarFly
In 45 min von Wien nach Salzburg, in 1 Std von Abu Dhabi nach Fujairah, in 1 3/4 Std von Moskau nach St. Petersburg. Im eigenen PKW sitzend und dabei Zeitung lesend. Zu jeder Zeit mit flexibler Abfahrt, rund um die Uhr. Geräuschlos und umweltfreundlich.
Über der Westautobahn von Wien West bis kurz vor Salzburg (oder von Moskau nach St. Petersburg) wird eine Transport-Schiene in mind. 15 Metern Höhe (System Transrapid hängend http://www.transrapid.de) auf Stahlbögen aufgehängt.
Zusätzlicher Vorteil: Keine ´Verschwendung´ von freier Natur, sondern Nutzung bereits verbrauchter Fläche (Autobahn). Kostenniedrige Errichtung der Anlage durch Anlieferung vorgefertigter Teile entlang der Autobahn möglich.
System und Feeling
Man fährt mit dem eigene PKW an der Andock-Rampe (NFC, automatische Abbuchung des Fahrpreises von der Kreditkarte) auf einen Delta-Flügel, der mit Stoßdämpfer unter der Antriebseinheit hängt. Der PKW wird auf dem Flügel fixiert. Der Flügel klinkt sich individuell in die Transport-Schiene ein und beschleunigt auf 400 km/h.
Der Flügel wird mit Erdgas angetrieben, fährt mit hoher Geschwindigkeit die Schiene entlang. Der Delta-Flügel, auf dem der PKW fixiert ist, ist der Erdgas-Tank und wird an den Andock-Stationen automatisch befüllt. Man sitzt im PKW und hat das Gefühl zu fliegen (oder zu schweben), ohne selbst Lenken zu müssen. Man kann schlafen, die Gegend betrachten oder lesen.
Benutzer-Vorteile: Distanzen, die zum Fliegen zu kurz, mit dem Auto nervig lang sind, können in kurzer Zeit zurück gelegt werden. Davor und danach ist man mit dem eigene PKW mobil. Also die Kombination der Vorteile eines Autos (zeitlich und örtlich flexibel), mit dem eines Flugzeugs (Geschwindigkeit, Zeit nutzbar) und des Zugs (umweltfreundlich, Zeit nutzbar).
Zusätzlicher Vorteil: Millionen Tonnen CO2-Emission weniger entlang der Autobahn. Keine Feinstaubbelastung. Millionenfach CO2-neutraler Verkehr.
Der Delta-Flügel verleiht Auftrieb, die Stoßdämpfer verringern den Abstand zur Schiene, man fliegt. Zwei oder mehr PKWs gekoppelt sparen zusätzlich Energie. Zum Ausgleich – bei ungleicher Nutzung der Strecke von A nach B – werden leere Flügel an benutzte gekoppelt (automatisch gesteuert oder nach Vorhersehbarkeit). Der PKW – aerodynamisch auf den Flügen vertieft aufgesetzt – unterstützt durch seine nach oben gewölbte Form den Auftrieb.
Alle PKWs auf Flügeln sind mit gleicher Geschwindigkeit unterwegs. Theoretisch können bis zu 40.000 Fahrzeuge pro Stunde auf einer Schiene die Strecke Wien-Salzburg zurücklegen (300 km, 400 km/h, alle 10 m ein Flügel, 45 min Fahrzeit, mehrere Beschleunigungs- bzw. Entschleunigungs-Schienen parallel). Die Autobahn darunter wird praktisch nur noch von LKWs benutzt. Autobahnen bekommen eine ganz neue Bedeutung.
Energie und Antrieb:
Solarzellen: Die gesamte Autobahn wird überdacht. Auf dem Dacht befinden sich Solarzellen und erzeugen den Strom für das Antriebssystem. http://www.nanosolar.com http://money.cnn.com/2006/10/26/magazines/business2/solar_siliconvalley.biz2/
Windenergie: Unzählige Windturbinen auf dem Dach (kleinere) bzw. auf den Stützpfeilern (große) erzeugen Strom. http://www.qpunkt.at
Antrieb mit Erdgas: Der entlang der Strecke erzeugte Strom wird in synthetisches Erdgas umgewandelt (82 % Wirkungsgrad), damit werden die Antriebs-Deltaflügel betrieben. http://www.solar-fuel.at
Zusätzlicher Vorteil: Schneeräumung nicht mehr notwendig. Immer trockene Straße. Weniger Unfälle.
LG
Andreas Sturmlechner