Wer oder Was ist eigentlich… die dena?

Wir vom 100%-Verein schauen natürlich auch nach rechts und links, was um uns herum so los ist und wer sich noch für Erneuerbare Energien stark macht oder zumindest für das Thema Energie unterwegs ist. Manchmal wissen aber auch wir nicht so genau, was genau die Aktivitäten und Ziel sind.
Ein Beispiel dafür ist die dena: was macht sie eigentlich, wofür steht sie? Ist sie doch öfter in den Medien unterwegs, weiß man doch recht wenig, wer oder was die dena ist.

Also wortwörtlich steht dena für „Deutsche Energie-Agentur GmbH“. Und inhaltlich soll die dena für Energieeffizienz und erneuerbare Energien stehen. Darüber informiert auch die Website der dena. Die dena wurde im Herbst 2000 in Berlin gegründet, die Gesellschafter sind zu 50 Prozent die Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch das Wirtschafts-, das
Umwelt- und das Verkehrsministerium, außerdem das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), die Allianz SE, die Deutsche Bank, die KfW Bankengruppe und die DZ Bank.
Seit Juli 2009 ist die dena mit 40 Prozent an der Russisch-Deutschen Energie Agentur (rudea) beteiligt.

Aber wie sieht es intern aus?
Geschäftsführer der dena ist Andreas Jung, Vorsitzender der Geschäftsführung ist Stephan Kohler. Jung arbeitet seit 1991 im Wirtschaftsministerium und hat sich dort in den letzten Jahren vor allem
mit Stein- und Braunkohle beschäftigt. Kohler wurde bereits im September 2000, also direkt mit der dena-Gründung, Geschäftsführer, seit 2006 ist er Vorsitzender der Geschäftsführung. 2009 wollte Kohler zu RWE in die Geschäftsführung der Effizienzgesellschaft wechseln, hat dann aber doch auf den Posten verzichtet. 2008 hatte Kohler eine Stromlücke prognostiziert und neue Kraftwerke gefordert – und sich damit eine Menge Kritik eingehandelt. Zumal diese Forderung auch ein wenig seltsam anmutet für Jemanden, der sich für Erneuerbare und Energieeffizienz stark machen soll.
Im Aufsichtsrat der dena sitzen unter anderem Rainer Brüderle (FDP), Peter Ramsauer (CSU) und Norbert Röttgen (CDU). Was die Finanzierung der laufenden Kosten der dena angeht, ist sie auf Unterstützung aus der Privatwirtschaft angewiesen. In den letzten Jahren ist immer wieder kritisiert worden, dass eine große Nähe zu den vier großen Energieunternehmen die Folge sei. Leider konnten wir keinen Geschäftsbericht der dena einsehen, der dies klar gestellt hätte.

Was bleibt uns also zu sagen: wir wissen jetzt eigentlich noch immer nicht richtig, wer oder was die dena eigentlich ist. Sehr schade. Vielleicht möchte uns ja mal Jemand von der dena ein Interview mit vertiefenden Einblicken geben?