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100% in aller Munde
Diese Woche wurde wieder eine neue 100%-Studie veröffentlicht. Wieder, das heißt, dass die Stimmen inzwischen immer lauter werden, die 100% erneuerbare Energien nicht nur fordern sondern sie vor allem für möglich halten. Die letzte Studie kam nun vom Umweltbundesamt. Im Folgenden haben wir ein paar Pressestimmen zu der Studie und zum Thema gesammelt:
“ Der Strom für Deutschland könnte ab 2050 nach Einschätzung des Umweltbundesamts (UBA) komplett aus Wind, Wasser oder Sonne kommen. “Die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien ist technisch und ökologisch möglich”, sagte gestern UBA-Präsident Jochen Flasbarth,” schreibt das Hamburger Abendblatt.
Die Klimaretter fügen hinzu: “Um die Vollversorgung aus Erneuerbaren zu ermöglichen, müssten frühzeitig die richtigen politischen Weichen gestellt werden, sagt UBA-Chef Jochen Flasbarth: “Je früher, je entschlossener wir handeln, desto mehr Zeit bleibt uns für die notwendigen technischen und gesellschaftlichen Anpassungen”. (…) Damit würde auch die Importabhängigkeit von Energieträgern deutlich reduziert, so das UBA: Die Primärenergieversorgung von Deutschland beruhte im Jahr 2008 zu 70 Prozent auf Importen von Kohle, Erdgas, Öl und Uran.”
“Deutschland kann seinen Strombedarf bis 2050 „jederzeit und vollständig aus erneuerbaren Energiequellen“ decken, und zwar ohne dafür unvertretbare ökologische Folgeschäden in Kauf zu nehmen. (…) Wie vorher schon der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) und der Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVEE) kommt das UBA zu dem Schluss, dass es technisch möglich wäre, die Energieversorgung bis 2050 so umzubauen, dass die Stromversorgung komplett aus erneuerbaren Energien bestritten werden könnte. Auch über den Weg dorthin sind sich alle drei Gutachter ziemlich einig: Das Stromnetz muss aus- und umgebaut werden, damit es den Anforderungen einer fluktuierenden Stromerzeugung gewachsen sein wird. Zudem müssen Energiespeicher zum Einsatz kommen, und die Energieeffizienz muss bis 2050 deutlich erhöht werden,” hält der Tagesspiegel fest.
Stichwort Laufzeitverlängerung: “Mit dem Ausbau des Ökostroms könnten diese Ziele erreicht werden, sagte Flasbarth. Längere AKW-Laufzeiten seien für die Umstellung auf Ökostrom nicht nötig, sie würden sogar Investitionen in erneuerbare Energien bremsen. Auch wirtschaftlich sei der Komplett-Umstieg auf regenerative Energien von Vorteil: “Die Kosten sind geringer als die Kosten, die bei einem ungebremsten Klimawandel auf uns und kommende Generationen zukommen würden”, heißt es in der Studie, die aber keine konkreten Summen nennt,” steht in der Financial Times Deutschland.
Eindeutig in der Wortwahl ist der Focus: “Energieversorgung der Zukunft: Aus für Kohle und Atom” heißt die Überschrift. Und weiter: “„ Die Ergebnisse der Simulation zeigen, dass ein vollständig auf erneuerbaren Energien basierendes Stromversorgungssystem in jeder Stunde ausreichend Energie für die Deckung der Last bereitstellen kann“, resümieren sie in der Studie.”
Ebenso die Frankfurter Rundschau: “Die Öko-Energiewende hat ein amtliches Siegel bekommen: Das Umweltbundesamt (UBA) hält es für machbar, die deutsche Stromversorgung bis 2050 komplett auf erneuerbare Energien umzustellen.”




