Greenpeace: Atomstrom kostet die Bundesbürger 304 Milliarden Euro staatliche Förderung

In einer aktualisierten Studie veröffentlichte Greenpeace nun, dass in den Jahren zwischen 1950 und 2010, also in 60 Jahren, die deutsche Atomindustrie 204 Milliarden Euro an Subventionsgeldern bezahlt bekommen hat. Durch die geplanten Laufzeitverlängerungen kommen noch einmal 100 Milliarden Euro hinzu.Die in der Greenpeace-Studie bezifferten realen Fördermittel von 204 Milliarden Euro setzen sich zusammen aus direkten Finanzhilfen des Bundes wie Forschungsförderung, Kosten für die Atommüllendlager Asse II und Morsleben oder die Stilllegung der ostdeutschen Atommeiler. Hinzu kommen Steuervergünstigungen in der Energiebesteuerung und durch die Regelungen bei den Entsorgungsrückstellungen sowie Zusatzeinnahmen der AKW-Betreiber durch den Emissionshandel,“ heißt es auf der Greenpeace-Website. Von der Bundesregierung hingegen wird nur die Zahl von 200 Millionen Euro genannt.

Dem entgegen steht eine Studie der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) die besagt, dass erneuerbare Energien volkswirtschaftlich ein „gut“ bekommen.Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist nicht ohne Anfangsinvestitionen machbar, er verringert aber die mit fossilen und nuklearen Kraftwerken verbundenen Umwelt- und Klimaschäden und senkt die Technologiekosten, so die Hauptschlussfolgerung„, schreibt der Glocalist dazu. Die Fördersumme beläuft sich laut Netzbetreiber für 2010 auf 8,2 Milliarden Euro und haben im vergangenen Jahr rund 69 Millionen Tonnen CO2 vermieden (im Stromsektor). Umgerechnet beliefen sich die damit vermiedenen Klima- und Umweltschäden auf 5,7 Milliarden Euro. Außerdem ersetzen Erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung Steinkohle, Erdgas und Uran und machten so im vergangenen Jahr Rohstoffimporte in Höhe von 2,2 Milliarden Euro überflüssig. Und trotz vieler Unkenrufe: Im Jahr 2011 wird nach Berechnungen der AEE die EEG-Umlage nur 0,2 Prozent der Kosten ausmachen.

Zu dem Schluss, dass 100% erneuerbare Energien zeitnah umsetzbar sind, sind nun auch die Wissenschaftler vom Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVEE) kürzlich wieder gekommen. Bei den obenstehenden Summen fragt man sich allerdings, warum dennoch an Kohle und Atom festgehalten wird. Oder fragt man sich das wirklich???