„Ned schwätza – abschalda“

60.000 Menschen demonstrierten am Samstag zwischen dem Atomkraftwerk Neckarwestheim und Stuttgart gegen die Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke und die schwarz-gelbe Energiepolitik. Traurige Aktualität und verstärkten Zustrom erhielt die Demonstration durch die Störfälle in den japanischen AKW nach dem schweren Erdbeben am Freitag, allen voran den dramatischen Ereignissen in Fukushima. Die Aktivisten bildeten kurz nach Mittag eine rund 45 Kilometer lange Menschkette, die vom Atomkraftwerk bis zur Villa Reitzenstein, dem Sitz der Landesregierung in der Landeshauptstadt, reichte. Milde Temperaturen und viel Sonnenschein trugen zum Gelingen bei: Stolz konnten die Veranstalter wenig später die lückenlose Schließung der Menschenkette verkünden. Doch damit war der Protest noch nicht beendet. Auch die anschließende Abschlusskundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz war bestens besucht. Mehr als hundert Busse und drei Sonderzüge hatten tausende Atomgegner aus der ganzen Republik in die Hauptstadt des Ländles gebracht. Veranstalter und Redner, darunter Dr. Franz Alt, machten deutlich, dass die Antiatombewegung mehr als eine reine Anti-Bewegung ist. Die Forderung nach einer Energiewende hin zu den erneuerbaren Energien wurde mehrfach erhoben. Und diese – das wird immer klarer – kann nur gelingen, wenn der Atomstrom nicht weitere 12 Jahre die Netze verstopft und der Ausbau der Erneuerbaren bewusst ausgebremst wird.

Erneuerbare statt Atom - Unter diesem Zeichen stand die Menschenkette in Baden-Württemberg am vergangenen Samstag

Eine neue Landesregierung kann den Atomausstieg selbst in die Hand nehmen – und die baden-württembergischen Meiler in Neckarwestheim und Philippsburg abschalten. Daher entscheiden die Wähler in Baden-Württemberg am 27. März auch über die Energiezukunft des ganzen Landes.

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