Stiftung 100 Prozent erneuerbar: „Schnellere Energiewende zum halben Preis möglich“

Die große Mehrheit der Bevölkerung, der Fachleute und der Wirtschaftsunternehmen fordert zum Atomausstieg und aus Klimaschutzgründen einen rascheren Umstieg auf saubere und sichere erneuerbare Energienquellen. Eine Beschleunigung der Energiewende ist allerdings im Entwurf zur EEG-Novelle nicht erkennbar. Stattdessen wird die maritime Windkraft (offshore) bevorzugt – eine weitgehend unerprobte, teure und verbrauchsferne Energieform, die zudem auch einen umfangreichen und teuren Netzausbau erfordern würde. Mit Solarkraftwerken auf Freiflächen sowie Windenergie an Land (onshore) ließe sich die Energiewende dagegen schnell und günstig umsetzen. Denn Strom aus Windenergie-Anlagen im Binnenland kostet schon heute nur die Hälfte des Offshore-Stroms; auch Solarkraftwerke können ab 2012 den Strom preiswerter produzieren als maritime Windräder.

Bei einer Fokussierung des Ausbaus auf gute Windenergiestandorte an Land sowie auf preiswerte Großflächen-Solarkraftwerke könnte – verglichen mit den Ausbauplänen der Bundesregierung – bis 2020 rund 12 Milliarden Euro eingespart werden.

Bei Umsetzung der folgenden Maßnahmen kann bis zum Jahr 2020 die doppelte Menge erneuerbarer Energien zum halben Preis realisieren werden:

  •  Erhöhung des Ausbauziels für erneuerbare Energien (EE)
  • Ausweitung der Flächenkategorien für Solarkraftwerke
  • Beibehaltung der derzeitigen Rahmenbedingungen für Windenergie an Land (Systemdienstleistungsbonus; Degression: 1% / anno)

 

Der Zubau von 2012 bis 2020 wird damit schneller und günstiger:

  • 28% statt 13% mehr EE-Anteil am Strommarkt
  • rd. 0,8 Mrd. € statt 1,5 Mrd. € je % EE-Anteil

 

 

 

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