Energieeinsparung durch energetische Gebäudesanierung – Regierung plant eine Ausweitung der staatlichen Förderung

Die Regierung plant eine Ausweitung der Förderung der energetischen Gebäudesanierung. So sollen 2012-2015 für Sanierungsmaßnahmen jährlich 1,5 Milliarden € verbilligte Kredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbau bereitgestellt werden.  Zudem sollen die steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten verbessert werden. Durch diese Maßnahmen sollen finanzielle Anreize gesetzt werden, um dadurch die Sanierung bestehender Immobilien zu beschleunigen.

 

Der WWF begrüßt das Programm, fordert jedoch eine Aufstockung der zur Verfügung gestellten Sonderkredite. Zusammen mit dem BUND und der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) fordert der WWF die Bundesländer dazu auf, sich am geplanten Förderprogramm finanziell zu beteiligen. „Statt geringere energetische Standards zu fordern und die Kosten allein dem Bund aufzubürden, sollten die Länder der Energiewende nicht entgegen stehen“ so NABU-Bundesgeschäftsführer Miller. Der Verband der beratenden Ingenieure (VBI) hingegen warnt vor einer zu starken finanziellen Belastung der Länder durch die mit der Förderung verbundenen Steuerausfälle. „Nach derzeitigen Schätzungen des Bundesrates hätten die Haushalte der Länder und Kommunen mehr als die Hälfte der Förderung zu schultern. [VBI-Hauptgeschäftsführer] Rollenhagen forderte einen gerechten Ausgleich zwischen den prognostizierten Steuermehr- und -mindereinnahmen.“ Anderenfalls wären Länder und Kommunen nicht in der Lage weitere Investitionen in den Bereichen Infrastruktur und Energieversorgung zu leisten. Diese seien jedoch notwendig, um die geplante Energiewende erfolgreich voranzutreiben. Der Verband fordert daher eine Entschädigung der Länder und Kommunen für die zu erwartenden Steuerausfälle.