Was war und was uns erwartet

Liebe Freunde,

2011 war ein sehr wichtiges Jahr für die Energiewende – sie ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, Deutschland ist aus der Atomkraft ausgestiegen, die deutsche Bundesregierung hat in 2011 sieben Atomkraftwerke abgeschaltet und die Erneuerbaren haben die 20%-Marke überschritten. Aber, es gibt noch viel zu tun, bis wir bei 100 Prozent erneuerbarer Energie angekommen sind und wir die Bürger für diesen wichtigen Wandel mit allen Konsequenzen begeistern können. So schreibt Matthias Willenbacher, Vorstand der 100 prozent erneuerbar stiftung, zum neuen Jahr:

(…)

So musste auch erst eine Katastrophe in Japan mit dem Super-Gau in Fukushima passieren, um in Deutschland die konservative Politik zum Umkehren zu bewegen. Nachdem die schwarz-gelbe Koalition den Atomausstieg wieder rückgängig gemacht hatte, musste sie aufgrund des Drucks vor wichtigen Wahlen erneut den Ausstieg beschließen – diesmal mit dem großen Rückhalt einer großen Mehrheit im Bundestag.

Allerdings erkennen das einige Konzerntreue oder Ewiggestrige immer noch nicht an. Sie versuchen weiter die Erneuerbaren zu behindern, wo es nur geht. So werden beispielsweise nahezu alle mittleren und größeren Stromabnehmer zukünftig von den Kosten der Erneuerbaren befreit. Die EEG-Umlage muss dann von allen kleinen Stromverbrauchern wie den Haushalten getragen werden. Wenn sich aber weniger Verbraucher beteiligen, müssen die Verbliebenen deutlich mehr bezahlen. Die kräftige Steigerung der Umlage wollen Brüderle und Co. nun dazu nutzten, um die EEG-Förderung von Solarstromanlagen so zu verändern, dass keine neuen Anlagen in Deutschland mehr gebaut werden könnten.  

Die Energiewende ist aber bei den Menschen und den kommunalen Politikern zum Glück schon viel weiter angekommen, als diese Politiker glauben. So erreichen uns täglich viele Anfragen von Bürgermeistern, wie wir sie auf dem Weg zu einer nachhaltigen Versorgung durch 100 Prozent erneuerbarer Energie begleiten können. Das Thema „regionale Wertschöpfung“ spielt dabei die zentrale Rolle. (…)

Ich wünsche uns allen für das Jahr 2012 eine weitere Beschleunigung in Sachen Demokratisierung und viele gute Schritte hin zu 100 Prozent erneuerbarer Energie.

(Den vollständigen Neuhjahrsgruß finden Sie hier.)

Worauf es nun ankommt, ist dass wir uns alle gemeinsam für die Energiewende einsetzen, ehrlich und konsequent. Denn: wir profitieren alle davon, nicht nur einzelne Wenige. Packen wir’s an, bereiten wir die Zukunft vor, bewegen wir uns, um Neues zu schaffen und nicht um Altes zu bewahren.

Ihnen allen ein gutes, gesundes, glückliches und friedliches neues Jahr,

Ihre 100 prozent erneuerbar stiftung mit allen Mitarbeitern und Unterstützern

 

Über die Sonnenseite von Franz Alt möchten wir noch auf folgenden Jahresrückblick verweisen, der 2011 in Suchergebnissen reflektiert: