Auch wenn es bewölkt ist, wird Strom erzeugt

…, sagte Matthias Köhne, Bezirksbürgermeister von Berlin-Pankow am gestrigen, in Berlin stark verregneten, Donnerstag Nachmittag im Kindermuseum MACHmit! in Prenzlauer Berg. Woran er das festgemacht hat? An der Anzeigentafel der nigelnagelneuen Photovoltaikanlage auf dem Dach des Museums. Strom für ungefähr zwei Familien pro Jahr kann die Anlage erzeugen und wird komplettiert von einer Solarthermieanlage, die in Zukunft der Bodenheizung des Museums Wärme schenken wird. Auf Initiative der Veolia Stiftung hat sich unter anderem die 100 prozent erneuerbar stiftung bereit erklärt, das Museum zu unterstützen. „Bildung ist eine der tragenden Säulen unserer Stiftungsarbeit. Daher begrüßen wir die Absicht des Kindermuseums, die Solaranlage als außerschulischen Lernort in die Bildungsarbeit einzubinden,“ sagte Peter Glasstetter, Referent für Bildung&Wissenschaft der 100 prozent erneuerbar stiftung und überreichte Museumsleiterin Marie Lorbeer das Handbuch zu den Energiewandertagen.

 

Doch nicht nur Bürgermeister Köhne zeigt sich begeistert. Grünen-Politiker Andreas Otto gehörte von Anfang an zu den Antreibern, das Kindermuseum mit solarer Energie zu versorgen und somit auch den nachwachsenden Generationen einen selbstverständlichen Umgang damit zu ermöglichen. Es sei großartig, dass die Anlage nun endlich nach jahrelangem Daraufhinarbeiten auf dem Dach installiert ist, sagte er, an die rund 20 anwesenden Schüler gerichtet. Allerdings hoffe er, dass das in zehn Jahren keine Besonderheit mehr sei und kein Ereignis, auf das extra hingewiesen werden müsse. Von seinen jungen Zuhörern bekam er dafür spontan Szenenapplaus – mehr Motivation braucht es wohl nicht.

 

Alle Anwesenden Unterstützer waren sich einig: Umweltbildung ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Das Kindermuseum nimmt diesen Auftrag an und wird ein Programm entwickeln, ihren jungen Besuchern erneuerbare Energie näher zu bringen.

Neben der Veolia Stiftung und der 100 prozent erneuerbar stiftung haben folgende Organisationen und Unternehmen das 57.000 Euro-Projekt unterstützt:
Wüstenrot Stiftung, Naturstrom, EWS Schönau, Eurocan Foundation, SMA Solar Technology, Wagner&Co Solartechnik und juwi Solar.