Bundesländer engagieren sich für die Energiewende

Neuer Report zeigt den aktuellen Ausbaustand Erneuerbarer Energien auf Länderebene

Agentur für Erneuerbare Energien:

Berlin, 29. März 2012. Für eine erfolgreiche Transformation des Energieversorgungssystems müssen Bund, Länder und Gemeinden gemeinsam an einem Strang ziehen. Den Bundesländern kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Sie sind nicht nur Mittler zwischen den energiepolitischen Zielen der Bundesregierung und ihrer praktischen Umsetzung in den Kommunen und Regionen, sondern sie können auch Tempo und Ausgestaltung dieses Wandlungsprozesses durch eigene energiepolitische Rahmenbedingungen erheblich beeinflussen. Wo die Bundesländer beim Ausbau Erneuerbarer Energien stehen und welche Ziele und Strategien sie für die Zukunft haben, beleuchtet der neue Jahresreport „Bundesländer mit neuer Energie“. Die Agentur für Erneuerbare Energien veröffentlicht diese Publikation am heutigen Donnerstag.

„Mit diesem Jahresreport gibt es erstmals ein umfangreiches Nachschlagewerk zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien auf Länderebene“, betont Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Ob man Informationen zur Wärmeerzeugung aus Pelletöfen oder zur Anzahl von Stellenanzeigen im Bereich Erneuerbare Energien sucht – im Jahresreport Föderal-Erneuerbar wird man fündig.“ Der Report versammelt auf über 200 Seiten neben zahlreichen Daten, Fakten und Infografiken auch Interviews mit den zuständigen Landesminister(inne)n sowie Best-Practice-Beispiele zu Erneuerbaren Energien aus allen Bundesländern. Zudem werden die energiepolitischen Ziele und Strategien der Landesregierungen zusammengefasst und vorgestellt.

Die Bundesländer zeigen sich insgesamt bei der Verwirklichung der Energiewende engagiert. Spätestens seit den 2011 auf Bundesebene verabschiedeten Energiewende-Gesetzen haben sich die Länder quer über alle Parteigrenzen hinweg zu einem kraftvollen Ausbau Erneuerbarer Energien bekannt – in der Summe übertreffen die Länderziele sogar deutlich die des Bundes. In der föderal geprägten Bundesrepublik bieten sich dabei hervorragende Perspektiven für eine dezentrale Energiewende von unten, da die Bundesländer einen an die individuellen Stärken und Gegebenheiten angepassten Energiemix verwirklichen können, der auch neue ökonomische Chancen mit sich bringt. „Wenn die Länder sich beim Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter so aktiv zeigen, können sie die Energiewende in Deutschland noch beschleunigen und gleichzeitig regionale Wertschöpfung generieren“, bewertet Vohrer die Anstrengungen der Länder.