100 prozent erneuerbar stiftung ist 2012 ausgezeichneter Ort und Preisträger im Land der Ideen

Deutschland – das Land der Denker und Dichter. Einem Ruf, dem die Nation nicht immer gerecht werden konnte, denkt man an die vielen dunklen Momente ihrer Geschichte. Nichtsdestotrotz kann unser Land sicher auf eine reiche Ideengeschichte zurückblicken, die weltweit Anerkennung gefunden hat. Und auch die deutsche Energiewende hat bereits als weiterer Germanismus in den englischen Sprachschatz Einzug gehalten.

Doch was tut sich tatsächlich im Land der Energiewende? Wer die aktuellen Schlagzeilen verfolgt, mag dabei wohlmöglich einfach nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen und anfangen zu weinen (eine Analyse der gegenwärtigen Denkblockadehaltung innerhalb der Regierungsfraktionen werden wir in den nächsten Tagen in unserem Magazin veröffentlichen). Die Auszeichnung durch die Initiative Deutschland – Land der Ideen, für die wir uns herzlich bedanken, bestärkt uns in unserem Tun. Wir wollen die Energiewende als Takt- und Ideengeber kritisch begleiten und unser Know-how unterstützend einbringen. Wissenschaftlich fundiert, stringent in der Argumentation und zielführend in der Sache – das ist unser energiepolitisches Credo, das wir uns auf die Fahnen geschrieben haben und das unser Handeln flankieren und auf die richtige Spur lenken soll.

Die Einzigartigkeit der 100 prozent erneuerbar stiftung wurde auch von den Laudatoren Christina Janitz (Land der Ideen) und Joachim Marchner (Deutsche Bank) anlässlich der Preisverleihung am 4. Juni in der Ausstellung „Windstärken“ im Deutschen Technikmuseum Berlin ausdrücklich gewürdigt. Obwohl der Preis in der Kategorie „Umwelt“ vergeben wurde, hätte er auch in der Kategorie „Gesellschaft“ seine Berechtigung gehabt, so urteilte Christina Janitz mit Blick auf die Breite der Stiftungsaktivitäten, die letzten Endes auf die Mitnahme breiter Bevölkerungsteile zugunsten des Projekts „Energiewende“ abziele. Den Pokal nahm im Anschluss an die Laudatio der Geschäftsführer der Stiftung, Dr. René Mono, dankend entgegen und stellte die Teilbereiche der Stiftungsarbeit (Wissenschaft, Aufklärung, kommunale Netze und Bildung) kurz vor. Einblick in die Bildungsarbeit und die bereits erprobten Konzepte konnte das kleine, aber aufmerksame Publikum (im großen Berlin steht man – wie wir feststellen mussten – trotz Auszeichnung nicht so leicht im öffentlichen Interesse und Rampenlicht) durch einen Kurzfilm zu den Energiewandertagen nehmen.

Dem offiziellen Programm folgte eine Führung durch die Ausstellung „Windstärken“, die Reiner Schipporeit – maßgeblich an der Konzeption der Ausstellung beteiligt – spannend und lebendig vorstellte. Wir möchten uns an dieser Stelle auch noch bei der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin bedanken, die sofort bereit war, uns ihre Räumlichkeiten für die Preisverleihung zu überlassen, und ebenso für die freundlichen Grußworte von Direktor Prof. Dr. Dirk Böndel während der Verleihung. Auch wenn die Ausstellung kein Preisträger im Land der Ideen ist, so möchten wir doch anmerken, dass es sich hierbei um einen exzellenten Lernort rund um das Thema „Wind“ und „Windenergienutzung“ handelt, dessen Besuch wir nur empfehlen können. Und zu guter Letzt gilt unser Dank auch unseren Stiftern Fred Jung und Matthias Willenbacher und allen unseren Unterstützern und Partnern, ohne deren Vertrauen unsere Arbeit gar nicht möglich wäre. Herzlichen Dank – der Preis gilt Euch genauso!