Die 100 prozent erneuerbar stiftung ist Partner der Green Music Soirée

Vor mittlerweile zweieinhalb Jahren war Premiere. Am Vorabend der Echo-Verleihung im März 2010  lud die Green Music Initiative zusammen mit dem Auswärtige Amt und dem British Council zum ersten Green Music Dinner in das Hotel de Rôme in Berlin-Mitte. Das Ziel der Veranstaltung: Musik-Manager und Künstler, Wissenschaftler und Politiker, Vertreter von NGOs und Medien zusammenzubringen, um über den Kampf gegen den Klimawandel und den Weg in eine Zukunft der Nachhaltigkeit zu diskutieren. Die Musik-Szene steht dabei im Fokus. Nicht nur verursacht sie mit ihren Mega-Events erhebliche CO2-Emissionen. Sie hat auch eine wichtige gesellschaftliche Leitfunktion. Vor allem aber ist sie Ausdruck, Spiegelbild und sicherlich auch Katalysator gesellschaftlicher Entwicklung. Das Green Music Dinner war ein voller Erfolg. Die Green Music Initiative ging mit diesem Veranstaltungsformat auf Tour. Vor dem Reeperbahn-Festival im September 2010 gastierte man in Hamburg. Im Juli 2011 wurde anlässlich des Melt!-Festivals nach Gräfenhainichen geladen. Und im Rahmen der c/o pop fand das Event vor einigen Wochen in Köln statt.

Am Vorabend der Berlin Music Week kehrt die Green Music Dinner als Green Music Soirée nun in die deutsche Hauptstadt zurück. Am 4. September 2012 wird wieder ein interdisziplinärer Austausch über die Rolle der Kultur(-industrie) als Treiber und Mittler des gesellschaftlichen Wandels  zu mehr Nachhaltigkeit gepflegt. Und diesmal ist die 100 prozent erneuerbar stiftung offizieller Partner! Wir unterstützen die Green Music Soirée in der Gewissheit: Die deutsche Energiewende braucht Impulse aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Kultur spielt dabei eine zentrale Rolle – denn wahrscheinlich öffnet nur sie Zugänge zu komplexen Fragen, die sich sonst nur Experten erschließen. Das wäre allerdings fatal, wenn nur noch Experten bei der Ausgestaltung der Energiewende mitreden dürften. Schließlich ist die Energiewende nicht ist in erster Linie ein technischer Vorgang, sondern sie fragt nach neuen Konzepten, nach nachhaltigem Wachstum, nach kollaborativer Demokratie, nach partizipativen Wirtschaften, schlichtweg der Neuordnung gesellschaftlicher Machtverhältnisse und neuer Teilhabe an wirtschaftlichen und politischen Prozessen. Kurz: Sie wird unser gesellschaftliches Zusammenleben grundlegend verändern. Die Energiewende ist damit auch Kulturwandel. Neue kulturelle Muster, die über die Reduktion der CO2-Emissionen hinausgehen und zu einem nachhaltigeren und sozialeren Leben führen, werden in unserem täglichen Leben entstehen.

Dafür  brauchen wir dringend den Austausch: Das beeindruckende soziale Phänomen der Energiewende darf nicht zu einem exklusiven, undurchdringlichen und in diesem Sinne langweiligen Expertenthema verkommen. Es gibt viele Möglichkeiten, die Neugierde der Menschen zu stimulieren, um sie an dieser riesigen kollektiven Herausforderung teilhaben zu lassen. Wer, wenn nicht die Musikbranche, wüsste besser, wie das geht – die Neugier der Menschen zu wecken?

Deshalb freuen wir uns bei der Green Music Soiree als Förderer dabei zu sein. Wir wollen von der Musik lernen, wie man Träume weckt und Visionen entstehen lässt. Und wir wollen an die Musikbranche appellieren, eine aktivere Rolle bei der Entwicklung eines gesellschaftlichen Verständnis für die Bedeutung der Energiewende zu spielen. Der Ort ist gut gewählt. Berlin ist Hauptstadt in zweifachem Sinn: Ein wichtiges Zentrum für eine kosmopolitische Kultur und die Hauptstadt der Energiewende. Berlin kann damit auch zu einem Hot Spot für die Gestaltung gesellschaftlicher Transformation werden. Mit der Green Music Soirée wird die Community derer,  die sich mit diesem wichtigen, kulturellen Prozess befassen, ein gutes Stück größer. Wir freuen uns sehr darüber.