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	<title>100 prozent erneuerbar</title>
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		<title>Die Sonne geht im Osten auf</title>
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		<pubDate>Tue, 14 May 2013 12:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit März 2013 ist die 100 prozent erneuerbar stiftung in Sachsen-Anhalt aktiv. Was wir im Land der Frühaufsteher für die Energiewende tun, lesen Sie im Interview mit Ralf Dunker, Mitarbeiter der 100 prozent erneuerbar stiftung: 100 prozent erneuerbar stiftung: Wer und was versteckt sich hinter dem Namen „Energieavantgarde-Region Anhalt“? An wen wendet sich dieses Projekt? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/Blogbild_EA-SA_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4965" title="Blogbild_EA-SA_klein.jpg" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/Blogbild_EA-SA_klein.jpg" alt="" width="236" height="212" /></a></em></p>
<p>Seit März 2013 ist die 100 prozent erneuerbar stiftung in Sachsen-Anhalt aktiv. Was wir im Land der Frühaufsteher für die Energiewende tun, lesen Sie im Interview mit Ralf Dunker, Mitarbeiter der 100 prozent erneuerbar stiftung:</p>
<p><em>100 prozent erneuerbar stiftung: Wer und was versteckt sich hinter dem Namen „<a href="http://www.bauhaus-dessau.de/index.php?Energieavantgarde-Region-Anhalt" target="_blank">Energieavantgarde-Region Anhalt</a>“? An wen wendet sich dieses Projekt?</em></p>
<p>Ralf Dunker: Ein wesentlicher Akteur und einer unserer Auftraggeber für dieses Projekt ist die <a href="http://www.bauhaus-dessau.de/index.php?de" target="_blank">Stiftung Bauhaus</a> mit Sitz in Dessau in der Region Anhalt. Der Begriff Bauhaus und der Name Walter Gropius stehen für die Klassische Moderne, für avantgardistisches Design der 20er Jahre. Seit 1925 ist die Kunsthochschule mit beeindruckend modernistischen Gebäuden in Dessau beheimatet.</p>
<p>Nun betrifft die Energiewende natürlich auch die Architektur des Bauhaus. Energieeffizienz spielte damals noch keine Rolle. Heute ist es nicht leicht, die denkmalgeschützten Gebäude fit zu machen für die Zukunft. In jüngerer Zeit widmete sich die Bauhaus Stiftung daher auch diesem Thema und weitet es seither beständig aus; auch auf den Begriff Energiewende selbst.</p>
<p>Deshalb ist auch die Ferropolis GmbH unter den Auftraggebern. <a href="http://www.ferropolis.de/index.html" target="_blank">Ferropolis</a> ist die Stadt aus Eisen, liegt auf einer Insel im ehemaligen Braunkohletagebau bei Gräfenhainichen und dient heute als Industrie-Denkmal. Vor allem ist dort zwischen riesigen Kohlebaggern ein beeindruckendes Festivalgelände für Konzerte entstanden, das jährlich hunderttausende Besucher und die angesagtesten Bands anzieht – und einen entsprechenden Stromverbrauch hat. Wichtigstes Ziel des Betreibers ist es nun, den für die Festivals benötigten Strom so bald als möglich nur noch aus regenerativen Quellen der Umgebung zu beziehen – eine Aufgabe, die äußerst anspruchsvoll ist.</p>
<p>Hier kommen die Partner ins Spiel, die wir im Rahmen des Projekts identifizieren und mobilisieren wollen. Das Projekt wurde zwar sofort von den Stadtwerken Dessau unterstützt. Andere Akteure, z.B. die Solar-Unternehmen, die sich um die Jahrtausendwende im „<a href="http://www.solarvalley.org/" target="_blank">Solar Valley</a>“ entwickeln konnten und nun mit den erschwerten Rahmenbedingungen der Energiewende kämpfen, sind aber noch zurückhaltend. Zusammen mit ihnen, weiteren lokalen Energie-Akteuren und mit der regionalen Touristik-Branche wollen wir versuchen, die Energieavantgarde aus der Region heraus zu kitzeln. Dabei ist bislang noch relativ offen, welche Ergebnisse letztlich sichtbar sein werden. Ferropolis dient gleichwohl als „Show Case“ und als Ausgangsbasis, um in gemeinsamen Workshops mögliche innovative Leistungen der Region zu entwickeln und zu kommunizieren.</p>
<p><em>100pes: Was macht die Region Anhalt denn energieavantgardistisch? Was ist hier fortschrittlicher als anderswo? </em></p>
<p>RD: In der Tat stellen wir genau diese Frage für die Gegenwart und die Zukunft der Region gerade erst. Das heißt, wir wollen gemeinsam mit den Unternehmen und Initiativen der Region herausfinden, ob und wie an die spannende und beeindruckende Vergangenheit Anhalts angeknüpft werden kann. Dies herauszufinden, ist der Kerngedanke der Projektträger, zu denen auch das Umweltbundesamt in Dessau zählt. Zumindest die Vergangenheit, die bis in die Gegenwart wirkt, kann sich wirklich sehen lassen.</p>
<p>So begann bereits im Januar 1911, gespeist vom damals hochmodernen Kraftwerk Muldenstein, mit der Eröffnung des elektrischen Betriebes auf der Strecke Dessau &#8211; Bitterfeld eine umfangreiche Entwicklung auf dem Gebiet der elektrischen Eisenbahn mit einer Spannung von 15 Kilovolt und einer Frequenz von 16 2/3 Hertz. Das betone ich, weil dieses System bis heute im Streckennetz der Bahn verwendet wird. Die Junkers-Werke aus Dessau spielten eine wichtige Rolle bei der Technologieentwicklung der 20er und 30er Jahre. Sie entwickelten im Wettbewerb mit Dornier nicht nur zivile Flugzeugtechnik für die ersten Langstreckenflüge. Zuvor produzierten sie bereits Gasthermen, waren quasi im Energiebereich tätig. Eine der größten Photovoltaik-Freiflächen entstand übrigens vor wenigen Jahren in Brandis, auf eben dem Flugplatz, der der Firma Junkers in den Zwanzigern und Dreißigern zur Erprobung ihrer Flugzeuge, zum Beispiel der legendären JU-52, diente.</p>
<p>Einen schönen Überblick über die innovative Vergangenheit der Region verschafft die Energieroute „<a href="http://www.kohle-dampf-licht.de/">Kohle–Dampf–Licht</a>“. Wenn wir noch weiter zurück blicken, könnten wir natürlich auch auf Martin Luther verweisen, der damals von Wittenberg aus die Welt der Kirche revolutionierte. Aber das passt vielleicht nicht so gut hierher…</p>
<p><em><em>100pes: </em>Welche Rolle will und soll die 100 prozent erneuerbar stiftung dabei spielen? Warum engagiert sich die Stiftung an diesem Projekt?</em></p>
<p>RD: Wir liefern in unserem Konsortium von Auftragnehmern die energietechnische und –politische Expertise, knüpfen die Kontakte zu den regionalen Energie-Akteuren, vernetzen sie und geben erste Ideen für die Sichtbarmachung erneuerbarer Energie. Die Unternehmen müssen zunächst lernen, dass es nicht reicht, großartige Technik zu entwickeln. Sie sollten die Besucher der Region auch einladen zu erleben, was es für uns alle insgesamt bedeutet, Strom aus Sonnenlicht, aus Wind und Wasser zu generieren. Sie können auch zeigen, wie kurzsichtige Politik gerade mit den Chancen spielt, die sich eigentlich aus der Energiewende ergeben. Wir werden versuchen, die häufig in der technischen Ebene verhafteten Akteure auf neue Gedanken zu bringen. Denn die Avantgarde beginnt im Kopf: Geht es wirklich nur um Technik oder können wir dort gemeinsam ein neues Bürger-Stromsystem andenken und Schritt für Schritt umsetzen? Diesen Kommunikationsauftrag sollte die Region annehmen und zeigen, wie die dezentrale Stromversorgung der Zukunft aussieht, was Strom dann noch kostet, wer sich an der Erzeugung beteiligen kann, ob eine Strombörse dann noch Sinn macht – und was passiert, wenn wir dieses Modell weltweit verbreiten: Denken wir nur an die Kostenfalle, in der viele Schwellen- und Entwicklungsländer heute stecken, weil sie Öl und Kohle importieren müssen oder die Konflikte, die sich ergäben, wenn wir die Kurve, also die Wende, nicht kriegten.</p>
<p>Für die 100 prozent erneuerbar stiftung ist Anhalt aus allen eben genannten Gründen eine spannende Region. Wir würden gern dazu beitragen, dass hier, ungeachtet aller Rückschläge der vergangenen 50 Jahre, nochmal kräftig in die Hände gespuckt wird, um dem nahen Berlin selbstbewusst zu demonstrieren, wie die Energiewende geht.</p>
<p>Weitere Informationen finden Sie <a href="http://100-prozent-erneuerbar.de/kommunale-netze/projekte/energieavantgarde-region-anhalt/" target="_blank">hier</a>.</p>
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		<title>Marktführer der Energiewende brauchen Mitsprache bei anstehenden Weichenstellungen in der Energiepolitik</title>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 11:32:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Energiebürger bleiben der unangefochtene Marktführer der Energiewende. Einer aktuellen Studie des Instituts trend research zufolge besitzen Privatleute und Landwirte fast die Hälfte der in Deutschland installierten Erneuerbare-Energie-Anlagen. Zusammen haben sie knapp 33.000 Megawatt Leistung installiert – das sind 46 Prozent der insgesamt in Deutschland verfügbaren Erneuerbare-Energie-Anlagen. Die großen vier Energiekonzerne RWE, E.ON, Vattenfall und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/Blogbild_BEW_Aktion_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4958" title="Blogbild_BEW_Aktion_klein.jpg" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/Blogbild_BEW_Aktion_klein.jpg" alt="" width="236" height="212" /></a>Die Energiebürger bleiben der unangefochtene Marktführer der Energiewende. Einer aktuellen Studie des Instituts <em>trend research </em>zufolge besitzen Privatleute und Landwirte fast die Hälfte der in Deutschland installierten Erneuerbare-Energie-Anlagen. Zusammen haben sie knapp 33.000 Megawatt Leistung installiert – das sind 46 Prozent der insgesamt in Deutschland verfügbaren Erneuerbare-Energie-Anlagen. Die großen vier Energiekonzerne RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW zusammen kommen dagegen auf einen Marktanteil von gerade einmal fünf Prozent.</strong></p>
<p>„Erneuerbare Energien in Bürgerhand tragen zu einem wesentlichen Teil zur Versorgungssicherheit bei – an sonnigen und windreichen Tagen werden über diese Anlagen bereits bis zu 25 Prozent des Verbrauchs abgedeckt. Die Energiebürger sind somit systemrelevante Akteure geworden“, berichtet Thorben Becker, Leiter Energiepolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Diese Entwicklung freut uns, weil sie für gelebtes bürgerschaftliches Engagement, für lokalen Klimaschutz und Generationsgerechtigkeit steht. Gleichzeitig erleben wir momentan einen handfesten energiepolitischen Skandal. Denn in den Hinterzimmern der Berliner Politik wird über die Zukunft des deutschen Energiemarktes verhandelt. Die Lobbyisten der großen Konzerne gehen dort ein und aus. Nur eine Gruppe bleibt außen vor: die Energiebürger“, so Becker weiter.</p>
<p>Wenn ausgerechnet der Marktführer der Energiewende ohne Mitsprache bei der Neugestaltung des Energiemarktes bleibt, könnte dies für Hunderttausende engagierte Energiebürger unangenehme Folgen haben. So haben sich beispielsweise bis Anfang 2013 über 650 Energiegenossenschaften gegründet, in denen über 100.000 Menschen organisiert sind. „Wir befürchten, dass ihre Interessen im Wettbewerb um politischen Einfluss untergehen“, sagt Dietmar von Blittersdorff vom Netzwerk „Energiewende Jetzt“ – eine Organisation, die sich als Förderer von Energiegenossenschaften versteht.<strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Bürgerenergie bekommt politische Stimme und Gesicht </strong></p>
<p>Um den Energiebürgern das ihnen zustehende öffentliche Gewicht zu geben, haben der BUND, Energiewende Jetzt und vier weitere Organisationen eine Kampagne initiiert. Unter dem Motto „Die Wende – Energie in Bürgerhand“ soll den Energiebürgern im Jahr der Bundestagswahl eine starke Stimme gegeben werden. „Die ersten Reaktionen zeigen, dass wir einen Nerv treffen: Bereits über 10.000 Menschen haben die Energiewende-Charta bisher unterzeichnet. Sie setzen sich damit für die Fortführung der Energiewende in Bürgerhand ein“, berichtet Fabian Zuber, Koordinator der Kampagne. „Doch unser Ansatz geht weiter. Wir wollen, dass möglichst viele Bürger in Aktionen vor Ort Flagge für „ihre“ Energiewende zeigen. Wir werden diese lokalen Aktionen dann zentral zusammenführen und den Energiebürgern in Berlin Stimme und Gesicht verleihen. So werden wir die Politik und die Öffentlichkeit nachdrücklich daran erinnern, dass die Energiebürger als Marktführer der Energiewende erste Priorität verdienen“, verspricht Zuber.</p>
<p>Mehr Informationen zu der Kampagne &#8220;Die Wende &#8211; Energie n Bürgerhand&#8221; finden Sie <a href="http://www.die-buergerenergiewende.de/" target="_blank">hier</a>.</p>
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		<title>Was Sie schon immer über die Zahlungsbereitschaft für Ökostrom wissen wollten</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 14:23:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Deutschland gilt als Vorreiter im Hinblick auf Umweltschutz und den Einsatz erneuerbarer Energie. Obwohl bereits der Atomunfall in Tschernobyl, die Strommarktliberalisierung als auch die aktuelle Klimadiskussion dafür gesorgt haben, dass die Umweltverträglichkeit der Stromversorgung von den Konsumenten als wesentliches Differenzierungsmerkmal bei der Anbieterwahl betrachtet wird, sind die kommerziellen Erfolge von Ökostromanbietern lange Zeit eher hinter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Blogbild_Ersatz_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3936" title="Blogbild_Ersatz_klein" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Blogbild_Ersatz_klein.jpg" alt="" width="236" height="212" /></a>Deutschland gilt als Vorreiter im Hinblick auf Umweltschutz und den Einsatz erneuerbarer Energie. Obwohl bereits der Atomunfall in Tschernobyl, die Strommarktliberalisierung als auch die aktuelle Klimadiskussion dafür gesorgt haben, dass die Umweltverträglichkeit der Stromversorgung von den Konsumenten als wesentliches Differenzierungsmerkmal bei der Anbieterwahl betrachtet wird, sind die kommerziellen Erfolge von Ökostromanbietern lange Zeit eher hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Erst die Katastrophe in Fukushima hat offenbar eine größere Wechselwelle ausgelöst.</p>
<p>So stieg der Anteil der Ökostromkunden zwischen 2010 und Ende 2012 immerhin von <a href="http://www.strom-magazin.de/strommarkt/anteil-der-oekostromkunden-steigt-auf-20-prozent_32947.html" target="_blank">acht auf 20 Prozent</a>. Das dennoch eher träge Wechselverhalten wie auch die Ergebnisse aus der Forschung legen insgesamt die Schlussfolgerung nahe, dass dies auf die Präferenzen der Konsumenten zurückgeführt werden kann. Demnach bevorzugen die Stromkunden eher kollektiv verbindliche Regelungen als wettbewerbliche, marktkommunizierte Angebote (Traub &amp; Menges 2008). Zudem ist zu beachten, dass Strom weithin als sogenanntes „Low-Involvement-Produkt“ angesehen wird. Die Mehrheit der Stromkunden setzt sich bislang bei der Wahl des Tarifes selten mit Alternativen auseinander, weil sie der Entscheidung keine hohe Bedeutung beimisst. Low-Involvement-Produkte sind meist Produkte des alltäglichen Lebens mit niedrigen Preisen, die kaum oder gar nicht erklärungsbedürftig sind und ohne Service auskommen. Doch mit steigenden Strompreisen und wachsendem ökologischem Bewusstsein zeichnet sich zunehmend ein Wandel ab, der auch von wissenschaftlicher Seite interessiert begleitet wird. Ein Fokus der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung liegt dabei auf der Zahlungsbereitschaft für Ökostromprodukte.</p>
<p>Doch da fangen die Probleme auch schon an: Wie kann man die Zahlungsbereitschaft für ein Produkt erheben, von dem viele Verbraucher nicht einmal wissen, wie viel sie davon benötigen, geschweige denn, was sie eigentlich dafür bezahlen?</p>
<p><strong>Experimente: so realistisch wie möglich</strong></p>
<p>Ein methodischer elaborierter Ansatz, um die Zahlungsbereitschaft zu messen, sind ökonomische Quasi-Feldexperimente. Diese finden nicht wie üblich im Labor statt, sondern beispielsweise in Einkaufszonen oder -passagen. So lässt sich ebenfalls die Vielfalt an Versuchspersonen in der Stichprobe erhöhen. Im Gegensatz zu hypothetischen Untersuchungsmethoden wird zusätzlich ein Anreizmechanismus (z.B. eine bestimmte Summe an Bargeld) verwendet, der die Versuchspersonen mit „echten“ materiellen Konsequenzen ihrer Entscheidungen konfrontiert. D.h. die Probanden entscheiden durch ihre Produktwahl, welche Höhe des Anreizes sie für sich behalten dürfen. Die Ergebnisse weichen teilweise erheblich von den Resultaten anderer Untersuchungen auf diesem Gebiet ab (Traub/Menges 2008, Bethke 2011).</p>
<p>Ein bemerkenswertes Ergebnis von Traub und Menges ist, dass Versuchspersonen gerade dann zur Zahlung relativ hoher Beiträge bereit sind, wenn sie sich sicher sein können, dass die Finanzierung von allen Individuen gleichermaßen getragen wird. Das spiegelt sich nicht nur in der Zahlungsbereitschaft je Kilowattstunde, sondern auch in den absoluten Zahlungen wider, die von den Versuchspersonen geleistet und von ihrem Auszahlungsbetrag als „Umweltspende“ abgezogen werden (Traub &amp; Menges 2008, S. 269) .</p>
<p>Die aus den Quasi-Feldexperimenten gewonnenen Daten unterstützten die Annahme eines unreinen Altruismus. Dies bedeutet, dass der Verbraucher neben dem Gemeinnutzen eines öffentlichen Gutes auch einen privaten Nutzen, etwas Gutes getan zu haben, wahrnimmt (der sog. „Warm-Glow-Effekt“). Somit  werden  staatliche Abgaben und eigene Beiträge von den Individuen nicht als perfekte Substitute wahrgenommen. Während ein gewisses Niveau staatlicher Abgaben für die Ökostromförderung die private  Zahlungsbereitschaft erhöht, kann experimentell auch nachgewiesen werden, dass ab einem Überschreiten einer gewissen Höhe staatlicher angeordneter Abgaben die zusätzliche Zahlungsbereitschaft wieder sinkt (crowding out). Derzeit sind derartige Umkehreffekte, bei denen zunächst förderliche staatliche Aktivitäten in negative Verdrängungseffekte privater Aktivitäten umschlagen, Gegenstand intensiver sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Forschung  (Traub &amp; Menges 2008).</p>
<p>Ein weiterer Beitrag, der ebenfalls auf Quasi-Feldexperimenten beruht, ist die Dissertation von Bethke (2011). Ein wenig überraschendes Ergebnis ihrer Arbeit  ist, dass die Zahlungsbereitschaft für ein Ökostromprodukt mit unsicherer CO2-Vermeidung zu einem sehr geringeren Niveau der Zahlungsbereitschaft führt. Die Autorin hat ebenfalls untersucht, ob ein regionales Ökostromprodukt, das in der Vertriebsregion erzeugt wird und eine gesicherte Vermeidung von Treibhausgasen aufweist,  gegenüber einem einfachen Ökostromprodukt mit nachgewiesener CO2-Vermeidung zu einer höheren Zahlungsbereitschaft führt. Dies konnte jedoch nicht bestätigt werden, wenn auch die Zahlungsbereitschaft für das regionale Ökostromprodukt wesentlich höher ist als für das mit unsicherer CO2-Vermeidung. Ein Grund hierfür könnte die Diskussion um das konkrete Projekt, ein neu errichtetes <a href="http://www.greenpeace.de/themen/energie/nachrichten/artikel/weserkraftwerk_bremen_kritik_mit_falschen_fakten/" target="_blank">Laufwasserkraftwerk in Bremen</a>, sein, das in der Befragung als Beispiel diente, aber auch das (mangelnde) Vertrauen in den lokalen Anbieter. Immerhin zeigen die Probanden, die sich für das regionale Produkt entschieden, eine höhere Zahlungsbereitschaft selbst bei höheren Preisaufschlägen von sieben und neun Cent je Kilowattstunde, d.h. im Vergleich zu dem einfachen Ökostromprodukt mit sicherer CO2-Vermeidung nahm die Nachfrage für das regionale Stromprodukt aus dem Laufwasserkraftwerk bei hohem Preisniveau weniger stark ab (Bethke 2011, S. 131).</p>
<p><strong>Zahlungswilligkeit statt Zahlungsbereitschaft</strong></p>
<p>Hasanov (2010) ihrerseits hat eine telefonische Umfrage durchgeführt. Um die Validierungszweifel zu umgehen, die mit einer direkten Abfrage der Zahlungsbereitschaft einhergehen – Stichwort „Low-Involvement“ oder auch Antworten, die gesellschaftlich erwünscht sind  – hat die Autorin sich entschieden, die Zahlungsbereitschaft als Zahlungswilligkeit relativ zu einem Referenzaufwandsniveau, das durch die aktuelle Höhe der eigenen Stromrechnung umrissen wird, zu erfassen. Soll heißen, sie hat nicht nach dem konkreten Betrag gefragt, den die Probanden für Ökostrom zahlen würden, sondern wie viel Prozent mehr sie zahlen würden. Während rund 53,3 Prozent der Befragten (125 von 238 Individuen) eine positive Zahlungswilligkeit für Ökostrom äußern, besitzen 45,4 Prozent keine Präferenz für Ökostrom, die verbleibenden 1,3 Prozent sind sich  unschlüssig.</p>
<p><strong>Diskrete Entscheidungsexperimente</strong></p>
<p>Eine Studie des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), die im Auftrag des südhessischen Versorgers HSE durchgeführt wurde, bediente sich eines <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Discrete_choice" target="_blank">Discrete Choice Experiments  (DCE)</a>. Das DIW hat dazu eine telefonische Befragung  zur Zahlungsbereitschaft von Ökostromprodukten durchgeführt. Umfassend befragt wurden jedoch nur Personen, die eine höhere ökologische Orientierung aufweisen. Neben ökologischen Eigenschaften wurden preisbezogene Merkmale sowie der regionale Bezug des Anbieters untersucht (Mattes 2012, S. 2 &amp; 3). Somit umfasst die DIW- Untersuchung nicht nur die reine produktbezogene Eigenschaften von Stromtarifen (z.B. Preis)  sondern auch Eigenschaften, die den Stromanbieter bzw. das Energieversorgungsunternehmen (EVU) betreffen. Durch die Auswertung der Telefonbefragung konnten Produkteigenschaften identifiziert werden, die zu einer besonders hohen Zahlungsbereitschaft führen. Konsumenten zeigen eine hohe bis sehr hohe ZB, wenn</p>
<ol>
<li>das EVU aktiv in den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland investiert (8,3 bis 8,4 ct/kWh);</li>
<li>das EVU reiner Ökostromanbieter ist (3,1 bis 3,6 ct/kWh);</li>
<li>der Stromtarif eine 12 monatige Preisgarantie bietet (3,4 bis 3,6 ct/kWh);</li>
<li>das EVU ein regionaler Versorger ist (3,2 bis 3,4 ct/kWh)<br />
(DIW 2012, S.10 &amp; 11).</li>
</ol>
<p>Zertifikate und Gütesiegel spielen hingegen nur eine untergeordnete Rolle, da die Gütesiegel für Ökostromprodukte bei den Verbrauchern offenbar relativ unbekannt sind (Mattes 2012, S.14).</p>
<p><strong>Ökostromlabels weitgehend unbekannt</strong></p>
<p>Dieses Ergebnis wird auch von Kaenzig et al. (2013) bestätigt. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes „Soziale, ökologische und ökonomische Dimensionen eines nachhaltigen Energiekonsums in Wohngebäuden (<a href="http://kooperationen.zew.de/de/seco/home.html" target="_blank">Seco@home</a>)“ wurden bereits 2009 bundesweit 414 Stromkunden befragt. Nur 22 Prozent der Teilnehmer kannten das Gütesiegel ‘‘Grüner Strom Label’’, weniger als 5 Prozent konnten mit dem ‘‘ok power’’-Zertifikat etwas anfangen. Den höchsten Bekanntheitsgrad mit 35 Prozent genoss immer noch das “TÜV”-Label, was mit dem allgemeinen Bekanntheitsgrad der TÜV-Marke erklärt werden kann. Trotz des bislang niedrigen Bekanntheitsgrades gehen die Wissenschaftler davon aus, dass vertrauenswürdige Öko-Label wie im Lebensmittel- oder Haushaltsgerätebereich zukünftig an Bedeutung gewinnen können.</p>
<p><strong>Die meisten Kunden bevorzugen erneuerbare Energie</strong></p>
<p>Das wichtigste Ergebnis der Autoren ist jedoch, dass die Standard-Stromprodukte der örtlichen Grundversorger ganz eindeutig nicht den aktuellen Kundenpräferenzen bzw. Kundenbedürfnissen entsprechen – insofern es sich nicht schon Ökostromprodukte handelt. Der überwiegende Teil der Kunden präferiert erneuerbare Energien. Vor allem bestätigt die Studie, dass nicht nur dem Preis sondern auch der Erzeugungsart bzw. Zusammensetzung des  Strom-Mix  eine große Bedeutung aus Sicht der Verbrauchern zukommt. Die Stromprodukte mit der höchsten Zustimmung basieren auf erneuerbaren Energien, sei es als Mix (Wasserkraft, Photovoltaik, Windenergie etc.) oder – wie in der Befragung auch untersucht – als reiner Windstrom. Des Weiteren äußern die meisten deutschen Kunden eine eindeutige Präferenz für heimisch erzeugten Strom (Kaenzig et al. 2013, S. 317). Im Gegenteil dazu spielen neben den bereits erwähnten Öko-Labels Produkteigenschaften wie Preisgarantie, Vertragslaufzeiten als auch die Art des Stromanbieters nur eine untergeordnete Rolle für die Konsumenten (Kaenzig et al. 2013, S. 316). Unter den erneuerbaren Energiequellen ist Solarstrom mit großem Abstand die beliebteste Technik. Wind und Wasserkraft landen an zweiter und dritter Stelle. Während Biomasse noch den vierten Platz belegen kann, besitzen Geothermie und Biogas nur eine sehr geringere Präferenz (Kaenzig et al. 2013, S. 318).</p>
<p>Zwar gelten die Ergebnisse von DCE als wenig anfällig gegenüber Verzerrungen durch sozial erwünschte Antworten, dennoch weisen selbst die Anwender auf die Grenzen der Methode hin. So muss der Kunde in der Situation des Experiments nicht wirklich die Konsequenzen seiner Entscheidung tragen. Zudem können weitere, nicht untersuchte Faktoren wie der Status-Quo-Effekt (Beibehalten des bestehenden oder voreingestellten Grundversorgertarifs), der wiederum bei Low-Involvement-Produkten wie Strom eine große Rolle spielt, einen erheblichen Einfluss haben. Die Unübersichtlichkeit bei alternativen Stromtarifen kann die Entscheidungsfreudigkeit lähmen. Die „menschliche Trägheit“ wird begünstigt, wenn der Wechsel des Stromanbieters mit erheblichen Aufwand verbunden wird, und sei dieser auch nur imaginär. Kaenzig et al. (2013, S.217) weisen daher explizit darauf hin, dass die errechnete Werte der Zahlungsbereitschaft für einzelne Produkteigenschaften eher als obere Grenzwerte zu interpretieren sind. Für die Vermarktung von Ökostromprodukten bieten die Studien dennoch wertvolle Hinweise, deren Wirksamkeit sicherlich auch zukünftig verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt werden dürfte.</p>
<p><strong>Weiterführende Literatur:</strong></p>
<p>Bethke, N. (2011): Additiver Umweltnutzen als individuelles Entscheidungskriterium für die Wahl von Ökostrom. Frankfurt am Main.</p>
<p>Hasanov, I. (2010): <a href="http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-24715/Hasanov_Diss.pdf " target="_blank">Konsumentenverhalten bei Ökostromangeboten. Empirische Untersuchungen privater Stromkunden in Deutschland. </a>Univ.-Diss., Duisburg, Essen</p>
<p>Kaenzig, J., S. L. Heinzle &amp; R. Wüstenhagen (2013): Whatever the customer wants, the customer gets? Exploring the gap between consumer preferences and default electricity products in Germany. In: Energy Policy 53 (2013), S. 311-322.</p>
<p>Mattes, A. (2012): <a href="http://www.diw-econ.de/de/downloads/DIWecon_HSE_Oekostrom.pdf  " target="_blank">Potentiale für Ökostrom in Deutschland. Verbraucherpräferenzen und Investitionsverhalten der EVU.</a></p>
<p>Menges, R. &amp; S. Traub (2008): Staat versus Markt: Konsumentenpräferenzen und die<br />
Förderung erneuerbarer Energien. In: Zeitschrift für Energiewirtschaft (ZfE) 32 (4), S. 262-270.</p>
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		<title>Nun gehts in die Vollen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 08:58:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stiftungs-News]]></category>
		<category><![CDATA[100 Prozent erneuerbar Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[21. März 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Die Wende - Energie in Bürgerhand]]></category>
		<category><![CDATA[Kanzleramt Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img width="236" height="212" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/Blogbild_BWE_klein.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="Blogbild_BEW_klein" title="Blogbild_BEW_klein" /></p>Die Kampagne &#8220;Die Wende &#8211; Energie in Bürgerhand&#8221; geht in die nächste Runde: Seit dieser Woche können hilfreiche Informations- und Aktionsmaterialien bestellt und das eigene Energieprojekt vorgestellt werden. Außerdem gibt es jede Menge Online-Banner, Leitfäden und viele weitere Angebote. Selbstverständlich brauchen wir immer noch Unterzeichner unserer Energiewende-Charta, die aufzeigt, wie die Energiewende eine erfolgreiche Energiewende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img width="236" height="212" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/Blogbild_BWE_klein.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="Blogbild_BEW_klein" title="Blogbild_BEW_klein" /></p><p><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/Blogbild_BWE_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4870" title="Blogbild_BEW_klein" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/Blogbild_BWE_klein.jpg" alt="" width="236" height="212" /></a></p>
<p>Die Kampagne &#8220;Die Wende &#8211; Energie in Bürgerhand&#8221; geht in die nächste Runde: Seit dieser Woche können hilfreiche <a href="http://www.die-buergerenergiewende.de/infomaterial-bestellen/" target="_blank">Informations</a>- und <a href="http://www.die-buergerenergiewende.de/aktionsmaterial-bestellen/" target="_blank">Aktionsmaterialien </a>bestellt und das eigene <a href="http://www.die-buergerenergiewende.de/energiebuergerinnen/" target="_blank">Energieprojekt </a>vorgestellt werden. Außerdem gibt es jede Menge <a href="http://www.die-buergerenergiewende.de/mitmachen/downloads/" target="_blank">Online-Banner, Leitfäden und viele weitere Angebote</a>. Selbstverständlich brauchen wir immer noch Unterzeichner unserer <a href="http://www.die-buergerenergiewende.de/charta/" target="_blank">Energiewende-Charta</a>, die aufzeigt, wie die Energiewende eine erfolgreiche Energiewende wird.</p>
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<p><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Übersicht.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4935" title="Übersicht" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Übersicht.jpg" alt="" width="591" height="816" /></a></p>
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<p>Bei dem aktuellen Frühlingshoch ist es schwer vorstellbar, dass noch am 21. März bittere Kälte in Deutschland herrschte. Wir können uns sehr gut daran erinnern &#8211; waren wir doch mit einigen anderen mehr vor dem Kanzleramt und haben gegen die Energiewende-Bremse demonstriert:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/Jh5nh7SJ0GM" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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<p>Weitere Aktivitäten folgen. <a href="http://www.die-buergerenergiewende.de/aktionsaufruf/" target="_blank">Bis dahin: werden Sie aktiv! Mischen Sie sich ein!</a> Es geht um Ihr Grundrecht auf eine zukunftsorientierte und klimafreundliche Energieversorgung.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Einladung zum Auftaktabend Energieavantgarde-Region Anhalt</title>
		<link>http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/2013/04/15/einladung-zum-auftaktabend-energieavantgarde-region-anhalt/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 14:14:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stiftungs-News]]></category>
		<category><![CDATA[100 Prozent erneuerbar Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[BTE Tourismus- und Regionalberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Ferropolis]]></category>
		<category><![CDATA[Jacob Bilabel]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Dunker]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Bauhaus Dessau]]></category>
		<category><![CDATA[Thema1 GmbH]]></category>
		<category><![CDATA[Thies Schröder]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Region Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg will ihre Rolle bei der Energiewende selbstbewusst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Deshalb unterstützen folgende Partner das von der Stiftung Bauhaus Dessau initiierte Projekt: Stadt Dessau-Roßlau Landkreis Anhalt-Bitterfeld Landkreis Wittenberg Umweltbundesamt Ferropolis Gmbh Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Regionale Planungsgemeinschaft Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg TourismusRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg e. V. Wirtschaftsförderungsgesellschaft ANHALT-BITTERFELD I DESSAU I WITTENBERG mbH [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Blogbild_Ersatz_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3936" title="Blogbild_Ersatz_klein" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Blogbild_Ersatz_klein.jpg" alt="" width="236" height="212" /></a>Die Region Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg will ihre Rolle bei der Energiewende selbstbewusst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Deshalb unterstützen folgende Partner das von der Stiftung Bauhaus Dessau initiierte Projekt:</p>
<ul>
<li>Stadt Dessau-Roßlau</li>
<li>Landkreis Anhalt-Bitterfeld</li>
<li>Landkreis Wittenberg</li>
<li>Umweltbundesamt</li>
<li>Ferropolis Gmbh</li>
<li>Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH</li>
<li>Regionale Planungsgemeinschaft Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg</li>
<li>TourismusRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg e. V.</li>
<li>Wirtschaftsförderungsgesellschaft ANHALT-BITTERFELD I DESSAU I WITTENBERG mbH</li>
</ul>
<p>Um dieses große Vorhaben zu beginnen, beauftragte die <a href="http://www.bauhaus-dessau.de/index.php?de" target="_blank">Stiftung Bauhaus Dessau</a> ein Team, bestehend aus <a href="http://www.thema1.de/" target="_blank">Thema1 GmbH</a>, <a href="http://www.bte-tourismus.de/" target="_blank">BTE Tourismus- und Regionalberatung</a> und <a href="http://www.100-prozent-erneuerbar.de" target="_blank">100 prozent erneuerbar stiftung</a> in einem ersten Schritt mit einer Studie zur Bestandsaufnahme und Ideenfindung für die Energieavantgarde Region Anhalt.</p>
<p>Ziel ist es, in einem gemeinsamen Prozess mit Akteuren aus der Region bestehende Unternehmungen und Projekte der Energiewende zu vernetzen und sichtbar zu machen. Darüber hinaus sollen innovative Projektideen gesponnen und neue Vorhaben angeschoben werden, welche als Leuchtturmprojekte den Wandel hin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft beschleunigen.</p>
<p>Zu diesem Auftaktabend möchten wir Sie recht herzlich einladen.</p>
<p><strong>Mittwoch, den 17.04.2013, 18.00 Uhr</strong><br />
<strong>Bauhaus Dessau, Aula</strong></p>
<p>Agenda:</p>
<p>18:00       Begrüßung / Ambitionen des Projektes: <em>Philipp Oswalt, Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau</em><br />
18:15       Bericht über den Beginn des Projektes Energieavantgarde-Region Anhalt und Aufgaben bis Oktober 2013: <em>Jacob Bilabel, THEMA 1 GmbH, Prof. Dr. Hartmut Rein, BTE Tourismus- und Regionalberatung, Ralf Dunker, 100 prozent erneuerbar stiftung</em><br />
18:45       Kommentar aus der Steuerungsgruppe: <em>Thies Schröder, Ferropolis</em><br />
19:00       Diskussion</p>
<p>Wir würden uns freuen, wenn Sie am 17.04.2013 den Weg in das Bauhaus Dessau fänden. Um Anmeldung wird gebeten: <a href="mailto:service@bauhaus-dessau.de">service@bauhaus-dessau.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wann wo die Sonne scheint und Strom erzeugt: 100 prozent erneuerbar stiftung untersucht Solarstrahlung in Deutschland in raumzeitlicher Perspektive</title>
		<link>http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/2013/04/15/wann-wo-die-sonne-scheint-und-strom-erzeugt-100-prozent-erneuerbar-stiftung-untersucht-solarstrahlung-in-deutschland-in-raumzeitlicher-perspektive/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 09:38:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stiftungs-News]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft&Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[100 Prozent erneuerbar Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgleichspotenzial]]></category>
		<category><![CDATA[Dargebot]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Wetterdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Photovoltaik]]></category>
		<category><![CDATA[Solarenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Solarstrahlung]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungssicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Entwicklung der Photovoltaik verlief in den vergangenen Jahren rasant.  Etwa zwei Drittel der mittlerweile installierten Leistung wurde erst in den vergangenen drei Jahren zugebaut.  Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass neben der Windenergie die Photovoltaik sich zunehmend als tragende Säule der Energiewende etabliert. Und die Potenziale sind  bei weitem noch nicht erschöpft. Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Blogbild_solardaten_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4910" title="Blogbild_solardaten_klein.jpg" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Blogbild_solardaten_klein.jpg" alt="" width="236" height="212" /></a>Die Entwicklung der Photovoltaik verlief in den vergangenen Jahren rasant.  Etwa zwei Drittel der mittlerweile installierten Leistung wurde erst in den vergangenen drei Jahren zugebaut.  Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass neben der Windenergie die Photovoltaik sich zunehmend als tragende Säule der Energiewende etabliert. Und die Potenziale sind  bei weitem noch nicht erschöpft. Doch der Zubau verteilt sich räumlich nicht gleichmäßig. Höhere Solarstrahlungsintensitäten und der regulatorische Förderrahmen begünstigen die Installation im Süden. Auch wenn im vergangenen Jahr neben Bayern und Baden-Württemberg die Bundesländer Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen hohe Kapazitätszuwächse verzeichneten, befinden sich nach wie vor  43 Prozent der Photovoltaik-Kapazitäten in den beiden südlichen Bundesländern.<br />
Mit der wachsenden energiewirtschaftlichen Bedeutung stellt sich die Frage nach der räumlichen Effizienz. Welche Regionen gleichen beispielsweise eine geringe Einstrahlung in den südlichen Regionen aus? Und welchen Beitrag können schwächere Standorte generell leisten?<br />
Um diesen Fragen nachzugehen, hat die 100 prozent erneuerbar stiftung im Anschluss an die im vergangenen Jahr vorgenommenen Winddatenanalyse  die Solarstrahlungswerte von 27 Standorten vorgenommen. Die Datenbasis bildet die gemessene horizontale Globalstrahlung als stündliches Integral der Strahlungsleistung, die an insgesamt 34 Stationen des Deutschen Wetterdienstes zwischen 2007 und 2009 aufgezeichnet wurden.<br />
<strong>Stichwort Beständigkeit: Hohes Dargebot geht mit höherer Fluktuation einher</strong><br />
Die Untersuchung bestätigt die bereits vorliegenden Auswertungen zur räumlichen Verteilung des mittleren jährlichen Globalstrahlungsaufkommens in Deutschland: Generell liegen die Standorte mit dem höchsten Dargebot in Süddeutschland. Allerdings gibt es auch im Norden und vor allem Nordosten einige Standorte, die vergleichsweise hohe jährliche Globalstrahlungswerte vorweisen. Ein hohes natürliches Dargebot bedeutet jedoch nicht gleichzeitig ein stabileres Dargebotsprofil. Die höhere Fluktuation dargebotsstarker Standorte zeichnet sich nicht nur in einer höheren Standardabweichung ab, sondern spiegelt sich auch in einer höheren Anzahl an hohen zwischenstündlichen Schwankungen (&gt; 500 kJ/m²) wider. Die im Norden gelegenen Standorte mit der geringsten Fluktuation erreichen hier nur einen Anteil von 50 bis 60 Prozent der hohen zwischenstündlichen Schwankungen der volatilsten Standorte. Diese befinden sich wiederum ausnahmslos im Süden  (Fürstenzell, Garmisch-Partenkirchen und Weiden; etwa 2.800 bis 3.100 Sprünge).</p>
<p><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Tabelle1.png"><img class="alignleft size-full wp-image-4928" title="Tabelle_Solardaten_o" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Tabelle1.png" alt="" width="653" height="127" /></a></p>
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<p>Tabelle: Standorte mit der geringsten Fluktuation (2007 bis 2009)</p>
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<p><strong>Stichwort Ausgleich: räumliche Entfernung zählt</strong><br />
In Deutschland ergeben sich trotz der hohen Gleichzeitigkeit der Solarstrahlung (nahezu gleichzeitiger Sonnenaufgang, -höchststand und -untergang) acht Regionen, die ein ähnliches Solarstrahlungsprofil aufweisen. Eine nach Jahreszeiten differenzierte Betrachtung ergibt zudem Verschiebungen hinsichtlich der regionalen Verteilung der Strahlungsprofile zwischen Sommer- und Winterhalbjahr, die vor allem in der südlichen Landeshälfte auftreten (vgl. 1a und b). Mit den jahreszeitlichen Wechsel wandeln sich ebenfalls die Muster interregionaler Ausgleichspotenziale.  Eine Analyse, welche Regionen ein schwaches Solarstrahlungsdargebot in den südlichen Regionen ausgleichen, die bereits eine hohe installierte Photovoltaik-Leistung aufweisen, verdeutlicht dies:<br />
• Für die energiewirtschaftlich bedeutsameren Sommerhalbjahre gilt, dass neben dem äußersten Südosten und Süden Bayerns die nördlichen und östlichen Regionen bei schwächeren Einstrahlungsbedingungen in den Regionen „Bayern“ und „Südwesten“ die höchsten Ausgleichspotenziale aufweisen.<br />
• In den Winterhalbjahren gleicht die westliche am häufigsten die östliche Südhälfte aus und umgekehrt.</p>
<p><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Abb1a_b1.png"><img class="alignleft size-full wp-image-4929" title="Abb1a_b" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Abb1a_b1.png" alt="" width="648" height="453" /></a><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Abb2a_b1.png"><img class="alignleft size-full wp-image-4930" title="Abb2a_b" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Abb2a_b1.png" alt="" width="614" height="420" /></a></p>
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Mit der räumlichen Entfernung zwischen den untersuchten Stationen wächst im Allgemeinen auch das Ausgleichspotenzial, was wiederum in höherem Maß für das Sommerhalbjahr zutrifft.  Dies belegen sowohl eine Korrelationsanalyse zwischen den einzelnen Stationen als auch ein interstationärer Vergleich des relativen Strahlungsdargebotes für die Winter- und Sommerhalbjahre (für das Beispiel „Lahr“ vgl. Abb. 3a und b). Für die relative Betrachtung wurden die Stundenintegrale der einzelnen Stationen ins Verhältnis zum Durchschnittswert aller Stationen gesetzt. Insgesamt  scheint es sinnvoll, Erzeugungsschwerpunkte im Südwesten, Süden  bzw. im Südosten um Standorte im Nordosten, Norden bzw.  Nordwesten zu ergänzen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Schwächere Standorte von systemischer Bedeutung</strong><br />
Die Ergebnisse der Untersuchung untermauern die systemische Bedeutung derjenigen Standorte, die ein vergleichsweise niedriges Globalstrahlungsaufkommen verzeichnen. Diese besitzen in der Regel nicht nur ein stabileres Dargebot, sondern verfügen gerade im Sommerhalbjahr auch durch ihre nördliche Lage über ein hohes Ausgleichspotenzial zu den Erzeugungsschwerpunkten im Süden. Die Devise „alle Kapazitäten an die besten Standorte“ mag aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinnvoll sein, sie ist aber aus systemischer Sicht äußerst fragwürdig. Eine Integration von Elementen der räumliche Steuerung in den regulatorischen Rahmen &#8211; zumindest für Photovoltaik-Großanlagen – könnte mittelfristig die Erschließung systemisch gewünschter Effekte begünstigen.</p>
<p>Die komplette Studie finden Sie <a href="http://100-prozent-erneuerbar.de/wp-content/uploads/2013/04/Report-Solarstrahlung-im-raeumlichen-Vergleich.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
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		</item>
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		<title>Energiewende nicht absägen!</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Mar 2013 12:50:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stiftungs-News]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)]]></category>
		<category><![CDATA[Campact]]></category>
		<category><![CDATA[Die Wende - Energie in Bürgerhand]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende nicht absägen!]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Altmaier]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Rösler]]></category>
		<category><![CDATA[Strompreisbremse]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere Kampagne &#8220;Die Wende &#8211; Energie in Bürgerhand&#8221; geht in eine zweite Runde. Am Donnerstag, den 21. März, trifft sich Kanzlerin Angela Merkel mit den MinisterpräsidentInnen der Länder im Bundeskanzleramt um über die sogenannten Strompreisbremse &#8211; auch Energiewendebremse genannt &#8211; zu debattieren.  Unser Kampagnenparter, der  Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Campact protestieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/Blogbild_BWE_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4870" title="Blogbild_BEW_klein" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/Blogbild_BWE_klein.jpg" alt="" width="236" height="212" /></a>Unsere Kampagne &#8220;<a href="http://www.die-buergerenergiewende.de/" target="_blank">Die Wende &#8211; Energie in Bürgerhand</a>&#8221; geht in eine zweite Runde. Am <strong>Donnerstag, den 21. März</strong>, trifft sich Kanzlerin Angela Merkel mit den MinisterpräsidentInnen der Länder im Bundeskanzleramt um über die sogenannten Strompreisbremse &#8211; auch Energiewendebremse genannt &#8211; zu debattieren.  Unser Kampagnenparter, der  <a href="http://www.die-buergerenergiewende.de/initiative/" target="_blank">Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)</a> und <a href="https://www.campact.de/eeg-ausnahmen/appell/energiegipfel-21-maerz/" target="_blank">Campact </a>protestieren daher unter dem Motto „Energiewende nicht absägen!“ gegen die Bestrebungen zur Blockade der (Bürger-)Energiewende.</p>
<p>Daher an dieser Stelle der Aufruf: Kommen Sie am Donnerstag um 13:45 ans Kanzleramt in Berlin und demonstrieren Sie mit uns für die Fortführung der Bürger-Energiewende.</p>
<p>Der Protest findet statt:<br />
<strong>Zeit:</strong> Donnerstag, 21.3.2013, ab ca. 13.45 Uhr<br />
<strong>Ablaufplan:</strong> Aktionsbeginn 13.45 Uhr, Aktionsbild 14-14.15 Uhr, Redebeiträge 14.20 Uhr, Protest an der Einfahrt des Bundeskanzleramtes 14.45 Uhr<br />
<strong>Ort:</strong> Bundeskanzleramt, 11012 Berlin, Willy-Brandt-Str. 1, Vorfläche<br />
<strong>Es reden:</strong> Thorben Becker (Leiter Energiepolitik beim BUND), Christoph Bautz (Geschäftsführer von Campact), Peter Masloch (Bürgerenergie-Aktivist).</p>
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		<title>Erneuerbare und der Konflikt</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 13:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[100 Prozent erneuerbar Stiftung]]></category>
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		<category><![CDATA[Beteiligung]]></category>
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		<category><![CDATA[NIMBY]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

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		<description><![CDATA[Informelle Bürgerbeteiligung in kleineren Städten und Gemeinden Es klaffen Lücken der Erkenntnis, wenn wir die Energiewende betrachten; und dies nicht nur bei der vielfach zitierten Stromlücke, der Frage des Leitungsausbaus oder des als „Missing Money“ bezeichneten Problems der Refinanzierung des deutschen Stromerzeugungsparks. Weitere offene Fragen, die zunehmend Bedeutung gewinnen, lauten: Welche Wirkung hat eigentlich Bürgerbeteiligung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Blogbild_Ersatz_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3936" title="Blogbild_Ersatz_klein" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Blogbild_Ersatz_klein.jpg" alt="" width="236" height="212" /></a>Informelle Bürgerbeteiligung in kleineren Städten und Gemeinden</strong></p>
<p>Es klaffen Lücken der Erkenntnis, wenn wir die Energiewende betrachten; und dies nicht nur bei der vielfach zitierten Stromlücke, der Frage des Leitungsausbaus oder des als „Missing Money“ bezeichneten Problems der Refinanzierung des deutschen Stromerzeugungsparks. Weitere offene Fragen, die zunehmend Bedeutung gewinnen, lauten: Welche Wirkung hat eigentlich Bürgerbeteiligung beim Ausbau der erneuerbaren Energien? Führt Beteiligung immer auch zu Akzeptanz? Wie verlaufen informelle Beteiligungsprozesse zu erneuerbaren Energien, die mit Nachdruck in der Breite gefordert werden? Gibt es solche Verfahren überhaupt? Und falls ja, wo kann man diese entdecken? Und schließlich: Ist der Beteiligungsbegriff überhaupt richtig gewählt? Geht es nicht immer häufiger vielmehr um die Notwendigkeit gemeinsam mit dem Bürger, also kooperativ zu planen? Gemeinsam mit der Bergischen Universität Wuppertal hat sich die 100 prozent erneuerbar stiftung auf die Suche begeben – in den Weiten der Datenbanken, des Internets und mittels Telefoninterviews.</p>
<p>Herausgekommen ist die Kurzstudie „<strong>Erneuerbare Energien und Beteiligung</strong>“, die formale und informelle Beteiligungsprozesse im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien zusammenführt und analysiert, vor allem aber Hinweise liefert auf informelle Verfahren, die aufgrund ihrer Kleinskaligkeit fast immer sowohl von überregionalen Medien, als auch vom Berliner Politzirkus übersehen werden. Verfahren also, die in Gemeinden mit weniger als 15.000 Einwohnern und eher im ländlichen Raum durchgeführt wurden. Immerhin knapp 130 derartige Prozesse konnten seit 2010 gefunden werden. 31 Initiatoren haben wir kürzlich telefonisch interviewt und die Aussagen systematisiert. Die Leitfaden basierte, halbstandardisierte Befragung ist nicht repräsentativ, gibt aber bereits Hinweise und Antworten, derer wir dringend bedürfen. Hinzu kommt die Analyse von ca. 150 formellen Beteiligungsprozessen.</p>
<p><strong>Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:</strong></p>
<p><em>Bürgerwille ist nicht automatisch „Contra“, sondern häufig auch „Pro“</em></p>
<p>Als interessant stellt sich bereits der Vergleich formaler Beteiligungsverfahren, also der Bürgerbegehren, im Bundesgebiet seit Anfang der 1990er Jahre heraus. Die meisten formalen Prozesse zur Feststellung des Bürgerwillens fanden in dem hier betrachteten Kontext nicht im Zusammenhang mit der Errichtung von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien statt, sondern mit lokalen Stadtwerken und Fragen der Netzkonzession. Das heißt, lokale Entscheider und Bürger wollten strukturelle Voraussetzungen schaffen, die Veränderungen überhaupt erst ermöglichen. Doch auch Entscheide gegen erneuerbare Energie-Projekte sind dokumentiert. Überraschenderweise fanden in Bundesländern mit hoher Verbreitung einer spezifischen erneuerbare Energie-Technik immer auch Abstimmungen für, nicht nur gegen, die betreffende Technik statt. So erwirkten im Windenergiepionierland Schleswig-Holstein Bürger in einem von drei Fällen Bürgerbegehren für die Windenergie. In Bayern, in Sachen Photovoltaik Spitzenreiter, wurden fast ebenso viele formale Bürgerbegehren für die Errichtung von Photovoltaikanlagen eingeleitet wie dagegen. Lediglich die Opposition gegen Bioenergie-Projekte manifestiert sich recht deutlich an der Zahl der gegen sie gerichteten Verfahren.</p>
<p><em>Mehr Vertrauen in Verwaltung denn in Politik</em></p>
<p>Wenig überraschend ist sicherlich, dass das Internet als Informationsquelle, vor allem aber als Diskussionsplattform im ländlichen Raum nach wie vor eine untergeordnete Rolle spielt – allerdings mit ansteigender Tendenz. Das Gemeindeblatt und die Versammlung dominieren hier nach wie vor die Kommunikation. Interessanter ist da schon die Feststellung, dass der Verwaltung als Organisatorin eine wichtigere Rolle zukommt als dem Bürgermeister oder gar dem Gemeinderat. Spielt dabei vielleicht das wachsende Misstrauen der Bürger gegenüber den von ihnen gewählten Volksvertretern eine Rolle, das eine <a href="http://www.herbert-quandt-stiftung.de/files/publikationen/gzz/gzz_20_autoritat_in_deutschland.pdf" target="_blank">Untersuchung im Auftrag der Herbert Quandt-Stiftung</a> identifiziert hat? Andererseits vertrauen die Bürger laut dieser Untersuchung den Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung eher als dem Politprofi in Berlin: der Bürgermeister also auf dem schmalen Grat zwischen Bundestag und Nachbarschaft?</p>
<p><em>Experten von außen sind weniger vertrauenswürdig</em></p>
<p>Die Einmischung in den Beteiligungsprozess durch Expertise von außen bewerten die Initiatoren vor Ort eher kritisch. Zweifellos kann der Bürger komplexe Infrastrukturmaßnahmen (noch) nicht bewerten, ohne zuvor eingehende Informationen erhalten zu haben. Er kann aber sehr wohl einschätzen, welcher Experte glaubwürdig erscheint und welcher nicht. Werden ausschließlich Fachleute gehört, die vermutlich persönlich von der Durchführung eines Projektes profitieren: fragwürdig. Erscheinen diese erst, nachdem Bürger selbst „enthüllt“ haben, dass das Projekt bereits geplant ist: nicht so gut. Gehen die Experten nicht auf die vermeintlich überflüssigen Nachfragen der Querulanten vor Ort ein und verschwinden so schnell wie möglich wieder: ganz schlecht.</p>
<p><em>Es ist weder das Geld noch die Umwelt</em></p>
<p>Erstaunlich: Weder der Kampf des Menschen gegen die Natur, noch des Einen gegen den Anderen und auch nicht das Schmerzensgeld waren mehrheitlich ausschlaggebend für den Entschluss, die Bürger zu beteiligen. Da wir mit diesem Ergebnis nicht gerechnet hatten, hatten wir auch die nahe liegende nächste Frage nicht parat: Warum denn dann?</p>
<p>Hier beginnt damit vorläufig die Spekulation. Wenn kein grundsätzlicher Konflikt zu Beteiligung motiviert und auch eine Entschädigung eine untergeordnete Rolle spielt, könnte es dann sein, dass Initiatoren von Beteiligung in kleineren Gemeinden empathisch agieren? Informieren sie so frühzeitig und bitten die Mitbürger hier und da gar um Stellungnahme, dass Ängste, Neid oder das Gefühl, vor vollendeten Tatsachen zu stehen, gar nicht erst aufkeimen? Verhindern Initiatoren damit, dass überrumpelte Bürger fundamentale Werte- oder Interessenkonflikte konstruieren, um eine solide Verteidigungsstellung gegen Veränderung überhaupt erst zu beziehen?</p>
<p><em>Der Konflikt liegt nicht bei den Erneuerbaren – sondern beim „Ob“, „Warum“, „Wie“ und „Wann“</em></p>
<p>Der Eindruck drängt sich auf: Nicht die Erneuerbaren an sich bergen das Konfliktpotenzial. Wie wir sie einführen und nutzen ist entscheidend dafür, ob manifeste Konflikte entstehen oder nicht. Die meisten Deutschen verstehen laut einer <a href="http://www.unendlich-viel-energie.de/de/panorama/akzeptanz-erneuerbarer-energien.html">Umfrage</a> im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien, dass die Erneuerbaren benötigt werden und wollen den Umbau des Energiesystems fortsetzen. Sie verstehen auch, dass es sinnvoll ist, sie prinzipiell dort zu errichten, wo Strom aus Erneuerbaren geerntet werden kann: überall. Aber die Bürger möchten nicht länger von Entscheidungen überfahren werden. Das gilt für den Nachbarn, der den Pflaumenbaum ungefragt zu nah an den Zaun pflanzt ebenso wie für den Landwirt, der sich &#8211; nach dem Besuch eines Projektentwicklers &#8211; entscheidet, eine 200 Meter hohe Windenergieanlage auf dem Acker am Ortsrand zu betreiben, um eine ordentliche Pacht einzustreichen.</p>
<p>Wichtig dürfte also die rechtzeitige Ankündigung eines Vorhabens sein. Doch darüber hinaus wird auch die eindeutige Plausibilität der Maßnahme eine immer größere Rolle spielen. Brauchen wir den Ausbau des Strom-Übertragungsnetzes von A nach C? Haben wir wirklich genügend Informationen gesammelt, um ein solches Projekt plausibel &#8211; auch in B -erklären zu können? Genau so gilt natürlich erst recht: Brauchen wir wirklich eine weitere Autobahn zwischen A und C? Und wie geht es dabei B? In wessen Interesse ist die Realisierung des Projekts wirklich? Spielt Gemeinnutz die zentrale Rolle oder wird dieser nur vorgeschoben, um überkommene Strukturen aufrecht zu erhalten? Je überzeugender zu einem frühen Zeitpunkt beteiligt wird, desto ungestörter kann in der Folge ein Projekt realisiert werden. Der Bürger will vermutlich gar nicht überall mitreden. Er will wissen ob, warum und wie in seine unmittelbare Umwelt eingegriffen wird.</p>
<p><em>Destruktivität ist ein Klischee</em></p>
<p>Der Ausbau der erneuerbaren Energien in räumlicher Nähe zu immer mehr Bürgern kann zu einer Herausforderung werden. Er muss aber nicht scheitern, denn der Konflikt ist NICHT vorprogrammiert, wie unsere Befragung zeigt. Damit widerspricht sie dem von den Medien gern gezeichneten destruktiven Wutbürger oder Not In My Backyard (NIMBY) Phänomen. Vielmehr weisen die ersten Untersuchungsergebnisse darauf hin, dass die Akzeptanz für Infrastrukturprojekte in Zukunft davon abhängt, ob es den Projektträgern gelingt, die Sinnhaftig- und Notwendigkeit zu erklären und sie bereit sind, ihr Anliegen in leicht zugänglichen Verfahren auf Augenhöhe mit den Bürgern zu erörtern. Die Verbreitung erneuerbarer Energien in der Fläche kann mithin Katalysator für ein neues Selbstbewusstsein und den mündigen Bürger werden. Erneuerbare können eine neue Bewertungskultur schaffen für das, was wirklich notwendige Infrastruktur ist, um zukünftig gut zu leben.</p>
<p>Die Kurzstudie finden Sie <a href="http://100-prozent-erneuerbar.de/wp-content/uploads/2013/03/Buergerbeteiligung_Kurzstudie.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
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		<title>Die Wende – Energie in Bürgerhand</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Mar 2013 09:29:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die 100 prozent erneuerbar stiftung startet heute mit vielen anderen Organisationen eine Kampagne zum Thema Bürger-Energiewende. Wir wollen damit in Wahlkampfzeiten den Fokus auf die wahren Macher der Energiewende lenken &#8211; die Bürger. Unsere Kernforderungen sind in der Energiewende-Charta zu finden, zu deren Unterzeichnung wir hiermit aufrufen. Für eine Energiewende in Bürgerhand: 100% Dezentral. Gerecht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/Blogbild_BWE_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4870" title="Blogbild_BEW_klein" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/Blogbild_BWE_klein.jpg" alt="" width="236" height="212" /></a>Die 100 prozent erneuerbar stiftung startet heute mit vielen anderen <a href="http://www.die-buergerenergiewende.de/initiative/" target="_blank">Organisationen</a> eine Kampagne zum Thema Bürger-Energiewende. Wir wollen damit in Wahlkampfzeiten den Fokus auf die wahren Macher der Energiewende lenken &#8211; die Bürger. Unsere Kernforderungen sind in der <a href="http://www.die-buergerenergiewende.de/charta/" target="_blank">Energiewende-Charta</a> zu finden, zu deren <a href="http://www.die-buergerenergiewende.de/unterzeichnen/" target="_blank">Unterzeichnung </a>wir hiermit aufrufen. <strong></strong></p>
<p><strong>Für eine Energiewende in Bürgerhand: 100% Dezentral. Gerecht.</strong></p>
<p>Mehr Informationen finden Sie unter <a href="http://www.die-buergerenergiewende.de/" target="_blank">www.die-bürgerenergiewende.de</a>.</p>
<p>Im Folgenden die offizielle Pressemitteilung:</p>
<p><strong>Initiative stellt Kampagne &#8220;Die Wende – Energie in Bürgerhand&#8221; vor – und kritisiert Energiepolitik der Bundesregierung </strong></p>
<p>&#8220;<em>Energie in Bürgerhand</em>&#8221; &#8211; dies ist die zentrale Forderung, die eine breite gesellschaftliche Initiative in den Mittelpunkt einer Kommunikationskampagne zur Bundestagswahl stellt. Die Kampagne wird vom <a href="http://www.bund.net/" target="_blank">Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)</a>, der<a href="http://www.gls.de/die-gls-bank/ueber-uns/gls-bank-stiftung/" target="_blank"> GLS Bank Stiftung</a>, dem Netzwerk &#8220;<a href="http://www.energiegenossenschaften-gruenden.de/" target="_blank">Energiewende Jetzt</a>&#8220;, der <a href="http://www.buerger-energie-berlin.de/" target="_blank">Bürgerenergie Berlin</a>, der <a href="http://100-prozent-erneuerbar.de/" target="_blank">100 prozent erneuerbar stiftung</a> und der <a href="Haleakala Stiftung" target="_blank">Haleakala Stiftung</a> getragen und wurde heute in Berlin vorgestellt. Ziel ist es herauszustellen, dass der Erfolg der Energiewende auf bürgerschaftlichem Engagement, oft unterstützt von kommunalen Akteuren und dem regionalen Mittelstand, beruht.</p>
<p>&#8220;<em>Die vom Bürgerengagement getragene Energiewende ist Grundlage für die hohe Zustimmung der Bevölkerung für den schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien. Dass die Energiewende stattfindet, ist dem Engagement von einer großen Zahl von Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken, die sich seit Jahrzehnten für den Atomausstieg und eine dezentrale Energieversorgung einsetzen. Sie geben dem Umbau des Energiesystems jene Dynamik, die dieses Zukunftsprojekt benötigt. Die aktuelle Politik der Bundesregierung &#8211; Stichworte Strompreisbremse und sogenannte Reformvorschläge für das Erneuerbare-Energien-Gesetz &#8211; droht leider die Energiewende in Deutschland abzuwürgen. Negative Auswirkungen gibt es bereits nicht nur für konkrete Projekte, sondern auch für die Akzeptanz der Energiewende</em>“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.</p>
<p><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/Vier-Motive-Kopie.jpg"><img title="Vier Motive Kopie" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/Vier-Motive-Kopie.jpg" alt="" width="576" height="384" /></a></p>
<p><strong>Kampagne will klar stellen: „Energiewende gehört den Bürgern“</strong></p>
<p>Vor diesem Hintergrund wollen die Initiatoren der Kampagne den Millionen von Energiebürgern in Deutschland eine Bühne geben, damit sie dort ihre Stimme für eine Weiterführung der Energiewende von unten erheben.</p>
<p>Dass diese Stimme bisher nicht laut genug zu hören ist, ist die Hauptmotivation für die Kampagne, so Lukas Beckmann, Vorstand der GLS Bank Stiftung: &#8220;<em>Momentan wird viel über die Kosten der Energiewende diskutiert. Die Energiewende ist ein Gewinn für die ganze Gesellschaft. Sie belebt gesellschaftliche Werte wie den einer Gemeinwohlorientierung, die stärker ins öffentliche Bewusstsein gehören. Mit dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz wurde ein Gesetz geschaffen, das einen Rahmen für ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell setzt – ein Modell, bei dem die Menschen, nicht der Profit weniger großer Konzerne im Mittelpunkt stehen. Ein Modell, das Einzelne dafür belohnt, wenn sie Verantwortung für Klimaschutz, Generationengerechtigkeit und die Aufwertung des ländlichen Raums übernehmen. Ein Modell, das Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglicht</em>.“ Die Kampagne hat deshalb auch eine klare politische Aussage: „<em>Wer ein Ende des EEG fordert, der ruft auch ein Ende dieses gesellschaftlichen Wandels aus</em>&#8220;, so Beckmann.</p>
<p>&#8220;<em>Unsere Botschaft ist daher klar: Energiebürger, lasst Euch dies nicht gefallen, kämpft für Eure Energiewende!</em>&#8220;, so Luise Neumann-Cosel von der Energiegenossenschaft Bürgerenergie Berlin. Neumann-Cosel: „<em>Den Initiatoren geht es darum, dass Bürger weiterhin die Möglichkeit haben, ihren Beitrag zur Energiewende zu leisten. Sie tun das als Betreiber von Anlagen, die Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen produzieren, oder setzen vor Ort Effizienzmaßnahmen um. Sie werden Netzeigentümer oder sind  verantwortungsbewusste Energieverbraucher</em>.“</p>
<p>Die Kampagne gliedert sich in drei Phasen. Zunächst steht die Willensbildung im Vordergrund. Energiebürger und alle, die die Energiewende von unten unterstützen, haben die Möglichkeit, eine Energiewende-Charta zu unterzeichnen. In ihr wird die Vorfahrt für Energie in Bürgerhand gefordert. Auf einer zweiten Ebene sollen die „Energiebürger“ sichtbar werden. Sie sind aufgefordert, in vielen Aktionen vor Ort zu zeigen, dass Bürgerenergie vielerorts heute schon Teil der Lebensrealität ist. Und sie sollen ihr Bekenntnis zu einer Fortführung dieser Bürgerenergiewende zum Ausdruck bringen. Die Kampagne will diese Aktionen lokal anstoßen und überregional zusammenbinden. Drittens können sich die „Energiebürger“ in die politischen Debatten und den Wahlkampf einmischen und die Bundestagskandidaten ihres Wahlkreises dazu zu bringen, sich für die Fortführung der Bürgerenergiewende auszusprechen.</p>
<p>Weiger: &#8220;<em>Wir werden deutlich machen, dass die Bürgerenergiewende wählbar ist. Die Parteien werden zu spüren bekommen, dass viele </em><em>zehntausend </em><em>Engagierte die Energiewende wollen und dass sie es nicht hinnehmen werden, wenn der Umbau des Energiesystems politisch ausgebremst wird. Dieses Signal geht heute von Berlin aus, es wird überall in der Republik verbreitet werden und wieder in Berlin angekommen sein, wenn im Herbst eine neu gewählte Bundesregierung ihre Arbeit aufnimmt</em>“</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Energiewende ganzheitlich betrachtet: Martin Jendrischik von Cleanthinking im Interview</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Feb 2013 10:55:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Martin Jendrischik]]></category>
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		<description><![CDATA[Martin Jendrischik ist Gründer und Chefredakteur von Cleanthinking.de, einem Online-Wirtschaftsmagazin das sowohl die Ökologie als auch die Ökonomie von Technologien im Bereich erneuerbare Energien bewertet. 100 prozent erneuerbar stiftung: Herr Jendrischik, was macht Cleanthinking.de im Vergleich zu anderen Online-Magazinen im Bereich erneuerbare Energien so besonders? Martin Jendrischik: CleanThinking hat einen anderen Blickwinkel: Mal berichten wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/02/Blogbild_Martin-Jendrischik_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4864" title="Blogbild_Martin-Jendrischik_klein" src="http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/02/Blogbild_Martin-Jendrischik_klein.jpg" alt="" width="236" height="212" /></a>Martin Jendrischik ist Gründer und Chefredakteur von <a href="http://www.cleanthinking.de/" target="_blank">Cleanthinking.de</a>, einem Online-Wirtschaftsmagazin das sowohl die Ökologie als auch die Ökonomie von Technologien im Bereich erneuerbare Energien bewertet.</em></p>
<p><strong>100 prozent erneuerbar stiftung:</strong> Herr Jendrischik, was macht Cleanthinking.de im Vergleich zu anderen Online-Magazinen im Bereich erneuerbare Energien so besonders?<br />
<strong>Martin Jendrischik:</strong> CleanThinking hat einen anderen Blickwinkel: Mal berichten wir aus der Perspektive eines Unternehmens-Gründers, der eine Technologie der Energiewende vorstellt, mal nehmen wir die Perspektive der Bürger ein und fragen: Was kann der Einzelne eigentlich tun, damit die Energiewende in seinem kleinen Umfeld gelingt? Beispielsweise ein Balkonkraftwerk von Sun Invention installieren. Und wie kann ein Unternehmen effizienter mit knappen Ressourcen umgehen? Beispielsweise auf LED-Beleuchtung setzen oder auf wassersparende Technologien.<br />
Dabei steht die Verzahnung von Ökologie und Ökonomie im Zentrum unserer Überlegungen – beispielsweise haben wir uns damit beschäftigt, welche Auswirkungen ein Scheitern der deutschen Energiewende auf die Energiepolitik in aufstrebenden Staaten wie Indien oder Brasilien hat. Aus der Perspektive Deutschlands ergibt sich hier eine „Zweite Rendite der Energiewende“, weil deutsches Know-How exportiert wird.</p>
<p><strong>100%es:</strong> Welche Entwicklung hat die Plattform in den letzten Jahren durchgemacht und was sind die weiteren Pläne?<br />
<strong>MJ:</strong> CleanThinking ist seit 2009 online und hat sich seitdem im Orchester der Energie-Medien einen festen Platz erkämpft. Wir spielen zwar nicht die erste Geige – um im Bild zu bleiben –  aber wir haben mit bis zu 450.000 Besuchern pro Jahr eine wahrlich beachtliche Reichweite erarbeitet. Das Ganze passiert ohne Investoren, ohne nennenswerte Unterstützung der Industrie, ohne überbordende Werbeeinblendungen. Wichtig ist uns aber der Enthusiasmus für die Themen und der Schwung, etwas bewegen zu können.</p>
<p><strong>100%es:</strong> Cleanthinking ist auf die Ökonomie von Technologien spezialisiert: Kann man die erneuerbaren Energien überhaupt rein wirtschaftlich betrachten oder steckt nicht immer auch ein Stück Idealismus dahinter?<br />
<strong>MJ:</strong> Nimmt man etwa die Photovoltaik, hat man in vielen Anwendungsszenarien längst die Grid Parity erreicht. Insofern ist es auch immer eine ökonomische Betrachtungsweise. Technologien, die sich mittelfristig nicht wirtschaftlich rechnen, setzen sich auch nicht durch. Das EEG hat viel Positives bewirkt. Jetzt ist es an der Zeit, davon Abstand zu nehmen und Technologien zu verkaufen, die sich ohne EEG rechnen. Aber nichtsdestotrotz: Es wird in Zukunft auch einiges an Lifestyle-Produkten geben, bei denen – wie vielleicht beim iPhone – der Rationalismus ein Stück aussetzt. Es gibt in Deutschland eine Stimmung des „Jetzt erst recht“ – was bedeutet, dass die Menschen ohne auf die Politik und die Großkonzerne zu schauen, die Energiewende bewältigen wollen. Mit großem Engagement von Energiegenossenschaften und vielen enthusiastischen Unternehmern.</p>
<p><strong>100%es:</strong> Welche Rolle spielen Kommunikation und die Informiertheit der Bürger für die Energiewende?<br />
<strong>MJ:</strong> Die Kommunikation der Energiewende, die sich beispielsweise das spannende Projekt <a href="http://www.energiecity-leipzig.de/" target="_blank">EnergieCity Leipzig</a> auf die Fahnen geschrieben hat, spielt eine ganz wichtige Rolle. Auch im Film „<a href="http://www.newslab.de/newslab/energiewende-derfilm.html" target="_blank">Leben mit der Energiewende</a>“ wird das – nicht gerade zum Vorteil der großen Medien – diskutiert. Es gibt eine Fülle an Fehlinformationen, da müssen wir noch jede Menge Aufklärungsarbeit leisten. In jeglicher Hinsicht.</p>
<p>Weitere Informationen unter: <a href="http://www.cleanthinking.de/" target="_blank">www.cleanthinking.de</a></p>
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