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Niersteiner Konfirmanden sammeln für Hilfsprojekt in Haiti

Mittwoch, Juni 2nd, 2010

2.000 Euro sollen Stromversorgung für Kinderheim und Krankenstation sichern

Die Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde Nierstein haben sich am Ende ihrer Konfirmandenzeit verstärkt mit den Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit aus-einandergesetzt. Der konziliare Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, den Carl Friedrich von Weizäcker 1985 initiierte, war dabei das leitende Thema für die Konfirmanden. Bei ihrer Konfirmandenfreizeit war einer der Höhepunkte dazu das Klimaschutz-Planspiel „Alles nur ein Spiel“, das in einer  „Weltklimakonferenz“ gipfelte. In diesem Spiel schlüpften die Jugendlichen in die verschiedenen Rollen der unterschiedlichen Akteure unserer globalen Gesellschaft und arbeiteten an Lösungen und Vorschlägen für eine nachhaltige Zukunft. Dazu passend stand im April ein Besuch beim Wörrstädter Erneuerbare-Energie-Spezialist juwi auf dem Programm, um mehr über die Möglichkeiten der regenerativen Energieversorgung zu erfahren. Bereits im Vorfeld hatte die Niersteiner Konfirmandengruppe über das Internet von dem Hilfsprojekt für Haiti erfahren, dass der Verein „100% erneuerbar e.V.“ derzeit unterstützt. Ziel ist es, ein Kinderheim und ein Krankenhaus mit einer Photovoltaikanlage zu versehen, um den explodierenden Energiepreisen und häufigen Stromausfällen für die fossile Energieerzeugung in Haiti Einhalt zu gebieten. Vor Ort kümmern sich der Hilfsverein „Feed the hungry“ und die Organisation „Love a child“, die Betreiberin des Kinderheimes, um die Umsetzung des Hilfsprojektes.

Gemeinsam mit Pfarrer Richard Dautermann (Mitte) überreichen die Konfirmanden stolz den symbolischen Scheck über 2.386,23 Euro an (v.l.) den 100% erneuerbar-Vereinsvorsitzenden Michael Lengersdorff, Schatzmeister Karsten Krämer (verdeckt) und Jean-Pierre Rummens, Vorstandsmitglied von „Feed the hungry“ Deutschland. Foto: privat

Für dieses Projekt haben die Konfirmanden in den vergangenen Wochen fleißig gesammelt, denn es „ist uns ein Herzensanliegen, denen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, ein wenig der Lebensqualität zu spenden, die bei uns zum Alltag gehört“, so der einhellige Tenor der Konfirmanden. Genau 2.386,23 Euro sind zusam-mengekommen, die am Dienstag von den Konfirmanden und Pfarrer Richard Dauter-mann an Michael Lengersdorff, Vorsitzender des 100%-Vereins, an Schatzmeister Karsten Krämer und Mitbegründer Matthias Willenbacher sowie Jean-Pierre Rummens, Vorstandsmitglied von „Feed the hungry“ Deutschland, überreicht wurden. „Ein tolles Ergebnis, mit dem wir nicht gerechnet haben“, so Michael Lengersdorff, „und ein ganz wichtiger Beitrag, der die Realisierung des Projektes ein großes Stück näher bringt – und den Spendentopf auf mehr als 16.500 Euro anwachsen lässt.“
Spenden für dieses Projekt werden gerne entgegen genommen: über den Spendenbutton oder direkt auf das Spenden-konto des 100%-Vereins e.V. Nr. 40 70 49 14 (BLZ 550 912 00) bei der Volksbank Alzey.

Announcement: Berlinale

Dienstag, Februar 16th, 2010

Als Kampagne, die etwas auf sich hält, und die sich vor allem auch in Berlin aufhält, kommen wir natürlich an DEM Ereignis des Jahres (also einem von vielen), nicht vorbei. 100% erneuerbar am Potsdamer Platz, genauer in der GreenMe-Lounge im Filmhaus. Die Schauspielerin Jessica Schwarz hats schon erzählt, hier wird dem “grünen Film” eine Bühne bereitet.
Am Freitag, 19. Februar, geht es dann wirklich um uns: Sind 100% erneuerbare Energien möglich? Was braucht es dazu? Wer kann was tun? Matthias Willenbacher (juwi) und Carl A. Fechner (FechnerMedia, Regisseur von “Die 4. Revolution – Energy Autonomy”) diskutieren ab 11 Uhr diese und andere Fragen. Die Lounge ist aber schon ab 9 Uhr mit Kaffee und Frühstück zu besuchen. Bis 14:30 Uhr gibt es weitere Diskussionen und vor allem auch Filmscreenings. Genauer Ort: Potsdamer Straße 2, Filmhaus, 4. Stock.
Also, kommt vorbei und macht Euch ein Bild – wir freuen uns auf Euch!

Warten auf die Berlinale

Montag, Februar 8th, 2010

Diese Woche steht Berlin wieder einmal unterm Himmel von Stars und Sternchen. Die 60. Internationalen Filmfestspiele der Berlinale wirbeln die Stadt ganz schön auf. Mitten drin im Getümmel 100% erneuerbar und juwi. Die GreenMe-Lounge machts möglich, dass sich Landeier wie wir in der Großstadt präsentieren dürfen. Worum geht es bei der GreenMe-Lounge:
“Die GREEN ME Lounge wurde erstmals 2008 während der 58. Berlinale veranstaltet. Mit ihrem Sitz in den Räumen der deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und der Kinemathek im Filmhaus im Sony Center stellt die Lounge eine Plattform für den umweltpolitischen Film dar. In der Frühstückslounge, den Veranstaltungen und Diskussionsrunden trifft das Publikum auf Filmemacher, aktive Umweltschutzorganisationen und bedeutende Persönlichkeiten aus dem Umweltschutz und der Filmbranche. Bereits vorhandene Kräfte im Filmbereich sollen gebündelt werden, um gemeinsam mit den einzelnen Organisationen konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen zu können. Die GREEN ME Lounge gibt grüne Filmtipps zur diesjährigen Programmauswahl der Berlinale und präsentiert die Macher der Filme. Außerdem werden die für die GREEN ME Story Drehbuchförderung eingereichten Filmstoffe präsentiert, die sich mit dem Thema Umwelt auseinandersetzen und somit das grüne Filmgenre vorantreiben.”
In der Jury der Drehbuchförderung sind dieses Jahr unter anderem Jessica Schwarz und Hannes Jaennicke sowie auch Carl A. Fechner, Regisseur von “Die 4. Revolution – Energy Autonomy“. Schirmherr der Initiative ist der Chef des Umweltbundesamtes Jochen Flasbarth.
An vier Tagen finden die Lounges statt, jeweils mit Screenings, Podiumsdiskussionen und Pressegesprächen. “Unsere” Lounge ist am Freitag, den 19. Februar im Filmhaus am Potsdamer Platz. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns auf Euren Besuch!

Aktuelles zu “Die 4.Revolution – Energy Autonomy”

Mittwoch, Januar 27th, 2010

Am 26. Januar berichtete der SWR über DAS Filmprojekt zur Energiewende. In gut sieben Minuten werden die Köpfe hinter diesem besonderen Film vorgestellt. Hier geht es zum Clip und hier der Artikel vom SWR:

„Die vierte Revolution – EnergyAutonomie“ ist spektakuläres Kino und bedeutsame Botschaft zugleich. Der Film will nichts weniger als den Beweis antreten, dass die weltweite Energiewende möglich ist – wenn die Menschen es nur wollen. Der Dokumentarfilm von Regisseur Carl A. Fechner beschreibt anhand von 10 visionären Protagonisten, darunter Nobelpreisträger, Umweltaktivisten, Unternehmer, ein Banker und ein Politiker- wie die Energiewende in den nächsten 30 Jahren zu schaffen ist. Und er soll zeigen, welche Chancen die Energierevolution für eine nachhaltige ökonomische Entwicklung und soziale und ökonomische Gerechtigkeit bietet. Der Name „Die 4. Revolution“ soll dabei die Bedeutung unterstreichen, die der Energiewende nach der industriellen, der agroökonomischen und der informationstechnologischen Revolution für die Menschheit zukommt. Drei Jahre lang hat Regisseur Carl Fechner an dem 1, 5 Millionen Euro teuren Film gearbeitet. Gedreht wurde in zehn Ländern, auf vier Kontinenten. 116 Stunden Material – aus dem am Ende eine 90minütige Hochglanz-Kinoproduktion entstand, die die Menschen mitreißen soll.

Möglich wurde der Film nur durch die finanzielle Unterstützung zahlreicher Öko-Unternehmen, Verände und staatlicher Institutionen wie beispielsweise der rheinland-pfälzischen Landeszentrale für Umweltaufklärung. Auch der größte Förderer des Projekts sitzt bei uns im Land – die Firma JUWI aus Wörrstadt. Das rasant wachsende Unternehmen kämpft selbst seit Jahren mit einer eigenen 100-Prozent-Kampagne für die Energiewende. Im Kinofilm ist Firmengründer Matthias Willenbacher als visionärer Unternehmer eine der zentralen Figuren. Vor gerade mal 15 Jahren träumte er noch davon, ein Windrad zu bauen. Heute macht die Firma Juwi rund 600 Millionen Euro Umsatz im Jahr und beschäftigt mehr als 750 Mitarbeiter weltweit. Im Film spielt Matthias Willenbacher nicht nur eine zentrale Rolle, weil er zu den führenden Projektentwicklern erneuerbarer Energien gehört, sondern weil er mit seiner Unternehmensführung immer wieder Zeichen setzt. So ist das JUWI-Bürogebäude in Wörrstadt das energieeffizienteste der Welt und produziert mehr Energie als es verbraucht.

Der Kinofilm „Die 4. Revolution“ zeigt aber nicht nur das technisch Machbare und die gigantischen High-Tech-Anlagen in den Industriestaaten, sondern er ist auch ein Film über globale Zusammenhänge: über Machtstruktuen, Politik, Lobbyismus und über den Zusammenhang von Armut und Energieversorgung. Dezentrale Projekte wie beispielsweise in Bangladesh zeigen, dass die Energiewende auch in Entwicklungsländern ein Ausweg aus der wirtschaftlichen Misere sein kann. Dort wurden Frauen zu Energiewirten ausgebildet und mit Hilfe von Mikrokrediten für die arme Landbevölkerung mehr als 400.000 Minisolaranlagen auf Dächern installiert.

Nicht zuletzt will „Die 4. Revolution – EnergyAutonomy“ mehr sein als nur ein überzeugender Kinofilm: Der soll nur den Auftakt bilden für eine ganze Bewegung – die „Energy-Autonomy-Gemeinde“ – an der sich jeder beteiligen kann. Das Ziel ist klar: Mit vereinten Kräften die Vision von der Energiewende Wirklichkeit werden zu lassen. Der Film „Die 4. Revolution – EnergyAutonomy“ ist ab dem 18. März im Kino zu sehen.

Über uns

Dienstag, Januar 5th, 2010

Wie Ihr Anfang Dezember sehen konntet, hat sich bei 100% erneuerbar ziemlich was getan. Mit einer neuen Website und neuen Botschaftern haben wir das Jahr 2009 beendet. 2010 legen wir natürlich mitnichten die Hände in den Schoß, denn schließlich haben wir ein Ziel, auf das wir hinarbeiten. Um Euch unser Ziel, unsere Vision aber auch uns persönlich vorzustellen, machen wir diese und nächste Woche eine ausgeprägte “Über uns”-Reihe im Blog.

Zunächst etwas zur Kampagne. 100% erneuerbar ist die Vision und die Überzeugung der beiden Gründer von juwi, Fred Jung und Matthias Willenbacher. juwi ist ein Projektierer für Erneuerbare-Energien-Parks aus dem rheinland-pfälzischen Wörrstadt. juwi plant und realisiert Wind- und Solarparks sowie Bioenergieanlagen. Begründet in ihrem fachlichen Know-how wissen die beiden Unternehmer, wie 100% erneuerbare  Energien erreicht werden können. Sie haben deshalb vor gut zwei Jahren die Kampagne ins Leben gerufen, um viele Menschen von der zukunftsfähigen und sauberen Energieversorgung zu überzeugen.
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Bekanntestes Aushängeschild ist sicherlich die 100%-Krawatte, die von den beiden Vorständen sowie von vielen anderen Überzeugten bei vielen Gelegenheiten getragen wird. Zunächst war das orange auch noch etwas knalliger, inzwischen gibt es eine “softere” Version (übrigens alles käuflich zu erwerben).

Nun wollen Jung und Willenbacher natürlich nicht in den Krawattengroßhandel einsteigen, sondern wirklich etwas bewegen. Deshalb wird Anfang diesen Jahres aus der Kampagne 100% erneuerbar die gemeinnützige Stiftung 100% erneuerbar.
Und noch ein anderes, wichtiges Anliegen: Wir brauchen Unterstützer! Sozusagen 100%-Botschafter. Wir suchen nach Menschen, die uns helfen, andere Menschen zu überzeugen. Denn wir haben bei der letzten Bundestagswahl in Deutschland und bei der Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen gesehen: Energie und Klimaschutz spielen heute und in Zukunft eine wichtige Rolle. Werden neue Kohlekraftwerke gebaut? Werden die Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängert? Werden erneuerbare Energien weiter ausgebaut?
Wenn Ihr mit Eurem Engagement und Eurem Netzwerk 100% erneuerbar unterstützen wollt, dann meldet Euch bei uns.

Sauber abfahren

Freitag, Oktober 30th, 2009

Autoverkehr ohne Gestank und Krach
Elektrofahrzeuge mit sauberem Strom gehört die Zukunft

Stell‘ dir vor, du gehst durch die Stadt. Die Straßen sind verstopft wie an fast jedem Tag. Autos drängeln sich dicht an dicht. Doch es ist still – kein Krach, keine röhrenden Motoren und auch kein Gestank. Wenn die Autos losfahren ist das einzige, was du hörst, das Abrollgeräusch der Reifen auf dem Asphalt und das leise Surren des Elektromotors. Nein, das ist kein Traum. Denn auf Deutschlands Straßen werden schon bald Autos fahren, die ihre Energie aus Strom beziehen – und nicht aus Benzin oder Diesel. Elektroautos gehört die Zukunft, da sind sich die meisten Experten einig.
juwi-Chef Matthias Willenbacher fährt selbst ein Elektroauto, und zwar ein ganz besonderes aus den USA. Sein Tesla beschleunigt in knapp vier Sekunden von 0 auf 100 und schafft in der Spitze über 200 Stundenkilometer. Der Tesla ist nicht nur der schnellste Elektro-Sportwagen der Welt, sondern hat mit über 360 Kilometern auch die größte Reichweite. Seine Energie bezieht der amerikanische Flitzer aus mehr als 6.000 Akkus so wie man sie auch in Handys findet.
Doch Willenbacher fährt den Tesla nicht nur aus Spaß an der Freude. Er will damit ein Zeichen setzen. „Der Tesla zeigt, dass Elektroautos mit Fahrzeugen, die mit normalem Sprit betrieben werden, bereits locker mithalten können. Die Umstellung auf Autos mit Elektromotor ist technisch möglich. Die Autohersteller müssen nur damit anfangen. Wir brauchen nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag zu warten“, sagt der juwi-Chef.
Das zu zeigen ist sehr wichtig, denn Elektroautos spielen beim großen Ziel einer sauberen Energieversorgung eine zentrale Rolle. „Elektroautos gehört zweifellos die Zukunft, doch das alleine reicht nicht. Wenn die Abgase vom Auspuff einfach zum Strom produzierenden Kohlekraftwerk verlagert werden, dann haben wir mit Blick auf den Klimawandel nichts gewonnen. Elektroautos machen nur Sinn, wenn der Strom aus erneuerbaren und damit sauberen Energiequellen kommt – zum Beispiel aus Wind- und Sonnenenergie“, sagt Willenbacher. Elektroautos sind künftig aber auch ein wichtiger Stromspeicher. Zum Aufladen kommen sie üblicherweise nachts an die Steckdose, so dass sie die Überschüsse an Strom von Windkraftanlagen, die nachts entstehen können, aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben können.

Energiewandertag von Bad Kreuznach nach Wörrstadt

Dienstag, September 29th, 2009

Von 100%-Botschafter Peter Glasstetter.

Die Themen Energie und Klimaschutz stehen zu Beginn der Mittelstufe noch nicht auf dem Lehrplan. Dennoch wissen viele Schüler schon recht gut Bescheid. Dies bestätigte auch die Klasse 7b des Lina-Hilger-Gymnasiums in Bad Kreuznach, die am 25. September am 100% erneuerbar-Energiewandertag teilnahm. „Es wird mehr Überschwemmungen geben“, „Das Öl wird bald alle sein“ lauteten Antworten auf die Frage nach den Folgen der Verbrennung fossiler Energieträger und auf die Frage, warum der Umstieg auf erneuerbare Energien notwendig ist.

Nach der Erkundung des Windrades

Nach der Erkundung des Windrades

Interessiert lauschten dann die Schüler den Ausführungen der juwi-Mitarbeiter Stephan Brust, Jan-Thomas Beißwenger und Jörn Reiter. Die Route führte über den Solarpark Wörrstadt, die Spiesheimer Windenergieanlagen zurück zur Energiekabine am Firmensitz, um dort eine moderne Pelletsheizung in Augenschein zu nehmen. Im Namen der Klasse bedankten sich Klassenleiterin Frau Augustin und Herr Spohn, der sich im letzten Schuljahr als Erdkundelehrer mit der Klasse beworben hatte, für den interessanten Ausflug nach Wörrstadt.

In der Energiekabine

In der Energiekabine

Der elfte Energiewandertag in Wörrstadt

Mittwoch, September 16th, 2009

Von 100%-Botschafter Peter Glasstetter

„Warum hat das Windrad nur drei Rotoren?“ Diese Frage war auf einem Windradmodell mit vier Rotorblättern zu lesen, mit dem sich die 6a der IGS Anna Seghers in Mainz  für einen der Energiewandertage bei juwi beworben hatte. In Begleitung der Klassentutoren Frau Guntrum und Herr Mayer besuchte die Klasse letzte Woche den in Wörrstadt ansässigen Spezialisten  für erneuerbare Energien.

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Nach dem Besuch im Solarpark und den begleitenden Erläuterungen stellten sich die 100%-Botschafter Ralf Dunker und Peter Glasstetter im Spiesheimer Windpark der Frage zu den Rotoren: Der dreiblättrige Rotor ist ein Kompromiss zwischen Beherrschbarkeit der mechanischen Belastung und der Aerodynamik des Rotors. Weniger Rotorblätter führen zwar zu weniger Turbulenzen und damit zu besseren aerodynamischen Eigenschaften, die mechanischen Belastungen an Nabe und Rotor steigen dabei allerdings.

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Der Blick in den Turm des Windrades war ein weiteres Highlight der Tour rund um den Wörrstadter Firmensitz, das jedoch nach der Rückkehr zur Zentrale noch getoppt wurde. Trotz Verletzung unterzeichnete dort Mainz 05-Stürmer Chadli Amri mit unendlich viel Energie Autogramme für die Besucher und stellte sich den vielen Fragen der wissbegierigen  Fans.

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Klimawandel – Zeit zum Handeln

Dienstag, September 15th, 2009

Heute Abend trafen sich in der Mensa der juwi-Zentrale im rheinhessischen Wörrstadt rund 80 Besucher für Vorträge des Klimaforschers Ronald Maltha und des Bundestagsabgeordneten Hans-Josef Fell.
Maltha machte anhand von eindrücklichen Grafiken deutlich, wie sich steigende CO2-Emissionen auf die globale Erwärmung auswirken. Um etwa 1,3 Grad Celsius ist seit 1960 die Temepratur an Land gestiegen. Wer trägt dafür die Verantwortung? Die Nationen mit dem höchsten Energieverbrauch sind, wenig überraschend, Europa, Asien und Nordamerika. Eindeutiger Sieger unter den CO2-Emittenten: die USA. Gefolgt von Saudi-Arabien, Australien und Kanada. Deutschland ist nach Großbrittanien auf dem neunten Platz. Benzinverschwendende Autos, Kohlekraftwerke, ein geringer Anteil erneuerbarer Energien sind unter anderem die Ursachen. Was heißt das? Wie sieht die Lösung aus? Wir müssen in Kopenhagen, bei der Klimakonferenz im Dezember, mutig für einen wirkungsvollen Klimaschutz kämpfen. Denn: es ist deutlich teurer, wenn wir mit dem Klimaschutz warten als wenn wir sofort aktiv werden. Rund ein Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes reichen aus, um den Klimawandel aufzuhalten. Fossile Energien vermeiden, erneurbare Energien ausbauen, Energie einsparen, intelligenter Konsum – jeder kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Erneuerbare Energien – und das zu 100%. Das ist die Botschaft von Hans-Josef Fell von Bündnis90/Die Grünen und einer der Väter des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes. Das Potenzial erneuerbarer Energien werde immer noch kleingeredet – obwohl sie seit Jahren ihre Machbarkeit beweisen. Das Heil werde hingegen in Emissionsreduzierungen gesucht, mit mangelndem Erfolg. Wer auf fossile Energien setzt, fördere die Erdzerstörung, ohne Wenn und Aber. Das Klimaschutzproblem kann nur durch Nullemissions-Technologien und das Ende von fossilen Energien gelöst werden. “Ohne die Erneuerbare-Energien-Branche hätten wir heute größere Arbeitslosigkeit und eine noch stärker verschmutze Umwelt,” sagt Fell. Die Atomenergie hinegen werde “in einer Propagandamaschinerie völlig überzeichnet.” Denn: In 2006 kamen nur 2,2 Prozent der verbauchten Energie weltweit aus nuklearer Energie. In der Desertec-Initiative sehe er eine “additive Eränzung” zur intelligenten, dezentralen Energieversorgung in Deutschland. Er sehe hier eine Chance für afrikanische Länder, am Klimaschutz teilzunehmen und von den fossilen Energien wegzukommen. Aber kein Ersatz für die flächendeckende Verbreitung von beispielsweise Photovoltaikanlagen oder Windparks hierzulande. In 2010 erwarte er 21 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien. Bis 2050 werden wir bei 100% sein, sagt Fell. Er fordert außerdem den sofortigen Stopp von Subventionen für fossile und atomare Rohstoffe, für erneuerbare Energien hingegen wünscht Fell sich Steuerbefreiungen. Denn sie vermeiden beispielsweise Brennstoffimporte und damit Kosten.

Fell überzeugt anhand von vielen praktischen Beispielen von 100% erneuerbar und erntet großen Beifall für seinen bewegenden Vortrag.

Umweltbildung für eine saubere Zukunft

Donnerstag, September 10th, 2009

Von 100%-Botschafter Peter Glasstetter

17 Lehrerinnen und Lehrer aus der Nordpfalz und Rheinhessen trafen sich im Zuge der Regionaltagung des Netzwerks Bildung für nachhaltige Entwicklung / Netz werk ökologisch profilierter Schulen am 9. September bei juwi in Wörrstadt. Der Kontakt entstand über Lutz Quester,  Lehrer am Römerkastell-Gymnasium Alzey und Regionalberater für das UNESCO-Dekade-Projekt „Bildung für nachhaltige  Entwicklung“ (kurz BNE).  Die Umweltschutz-AG des Alzeyer Gymnasiums ist auch Ideengeber für das Projekt  „Win Win, Mäuse sparen – Eisbären retten“, das Schülerinnen und Schüler zu Energiesparexperten macht. Auf dem Programm am Mittwoch stand neben einer Vorstellung der juwi-Gruppe und der Kampagne 100% erneuerbar ein Besuch der Windparkbaustelle Wörrstadt und des benachbarten Solarparks mit einer Leistung von 5,6 Megawattpeak.

Nach dem anschließenden Mittagessen und einer Hausführung durch das mit dem Deutschen Klimaschutzpreis 2008 ausgezeichnete Bürogebäude stellte 100%-Botschafter Peter Glasstetter den Erneuerbare-Energie-Erlebnisparcours vor, dessen Stationen sich zum Teil auch im Unterricht einsetzen lassen. So beispielsweise das Schätzen und Messen der Leistungsaufnahme von elektrischen Haushaltsgeräten. Von Gebäude, Unternehmenskultur und den Informationen beeindruckt verließen die Gäste am späten Nachmittag den Wörrstadter Projektentwickler für erneuerbare Energien.

Auch im solaren Ambiente der Betriebsmensa immer beim Thema: Lehrerinnen und Lehrer der Regionalgruppe Rheinhessen und Nordpfalz des Netzwerks Bildung für nachhaltige Entwicklung bei juwi

Auch im solaren Ambiente der Betriebsmensa immer beim Thema: Lehrerinnen und Lehrer der Regionalgruppe Rheinhessen und Nordpfalz des Netzwerks Bildung für nachhaltige Entwicklung bei juwi