Die Premiere beim gestrigen Kinderfestival im Mainzer Volkspark war gelungen, der Andrang groß beim 100%-Energieparcours. Besonders gefragt waren die erstmals zum Einsatz gekommenen Elektroflitzer – doch vor dem Preis steht bekanntlich der Schweiß. So mussten die kleinen und großen Rennfans erst einmal die vier Infostationen am Elektro-Trimmfahrrad, beim Windanlagen-Basteln, dem Solarkocher- und Stromkreislauf sowie bei der Bioenergie durchlaufen und entsprechende Fragen beantworten. Zum krönenden Abschluss durfte dann mit den E-Flitzern im 100%-gebrandeten Parcours die Geschicklichkeit getestet werden. Ein große Lob und Dankeschön nicht nur an das 100%-Team mit Peter und Ralf, sondern auch wieder an die unermüdlichen Helfer Annette und Peter Fischer, Christoph Lohde sowie Jana und Isabel Seebald, die die Stationen für die Kiddys zum echten Erlebnis gemacht haben.
70.000 große und kleine Besucher tummelten sich bei der 14. Auflage dieses von der Sportjugend im Landessportbund Rheinland-Pfalz Top organisierten Festivals an über 60 Spiel-, Sport und Spaßstationen. Sie freuen sich sicherlich schon auf das 15. Festival, dass am 19. Juni 2011 – eine Woche vor dem Start der Sommerferien – im Volkspark über die Bühne gehen wird.
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Mainz noch nicht erstklassig
Dienstag, Juni 9th, 2009Erst drei Prozent Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung
Mainz ist noch nicht erstklassig – nein, nicht beim Fußball, sondern, wenn es um die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien geht. Trotz möglicher Potenziale.

Mainzer Bruchwegstadion: Die Photovoltaikanlage der Nordtribüne liefert seit 2004 jährlich über 200.000 Kilowattstunden sauberen Strom.
Bei einem jährlichen Stromverbrauch der Mainzer von insgesamt 1,4 Milliarden Kilowattstunden (kWh) haben die erneuerbaren Energien (EE) wie Windkraft, Photovoltaik und Bioenergie lediglich einen Anteil von rund drei Prozent. Darüber hinaus leisten weder die Wasserkraft noch die Geothermie einen durchaus möglichen Beitrag zur Mainzer Energieversorgung. Doch dies soll sich nach dem Willen des Mainzer Stadtrat ändern: Am 18. Juni 2008 wurde mehrheitlich beschlossen, den Anteil der erneuerbaren Energien zur Deckung des Mainzer Strombedarfs auf 30 Prozent bis zum Jahr 2020 zu erhöhen. Klar ist: Der gesamte Energiebedarf aus erneuerbaren Energien kann nicht direkt aus Mainz kommen. Klar ist auch: In Mainz und der näheren Umgebung gibt es keine zur Energiegewinnung geeigneten Bodenschätze. Alle „klassischen“ Energieträger wie Öl, Gas, Kohle und Uran müssen aktuell, vielfach aus Krisenregionen, importiert werden.
100% Stromversorgung aus erneuerbaren Energien für Mainz realisierbar.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Umland ist damit bei der Energielieferung zwingend notwendig und sinnvoll. Potentiale gibt es sowohl in Mainz als auch in der näheren Umgebung in ausreichendem Maße. Bis zum Jahr 2020 könnte mit entsprechender Finanzkraft und politischem Willen eine 100%-ige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien für Mainz umgesetzt werden. So würde das Szenario einer rein regenerativen Energieversorgung für Mainz aussehen: Rund 70 Windkraftanlagen in der Region Mainz könnten 55 Prozent des heutigen Strombedarfs von Mainz decken. Über auf Dach- und Freiflächenanlagen (u.a. auf Eigenheimen, Gewerbe- und Industriebauten sowie Parkplatzüberdachungen) montierte Photovoltaikanlagen (PV) würden rund 25 Prozent des heutigen Strombedarfs von Mainz decken. Biomasse könnte aus dem Pfälzer Wald, dem Westerwald und aus Rheinhessen nach Mainz transportiert und Biogas in vorhandene Netze eingespeist oder in Heizkraftwerken mit einem Wirkungsgrad von rund 90 % in Strom und Wärme umgewandelt werden.
Weitere Energielieferanten: die Wasserkraft und die Geothermie. Diese drei letzten erneuerbaren Energieträger würden ca. 30 Prozent des heutigen Strombedarfs in Mainz decken. Investitionsvolumen aller fünf regenerativen Energieträger insgesamt: knapp 1,5 Milliarden Euro. Welche Konzepte zum Ausbau der erneuerbaren Energien haben die für den Mainzer Stadtrat kandidierenden Politiker? Wir wollten es genau wissen – und fühlten den Spitzenkandidaten mit vier Fragen auf den Zahn (siehe Sonderbeilage rechte Spalte). Das Ergebnis: Fast alle wollen die erneuerbaren Energien in Mainz vorantreiben, unterscheiden sich aber im Wesentlichen bei den Aussagen über die konventionelle Stromversorgung und den Bau von Windenergieanlagen.
| Perspektiven der Erneuerbaren in Mainz: |
| 1. Erneuerbare Energien haben in Mainz und im Umland riesige Potentiale |
| 2. Unabhängigkeit von Energieimporten |
| 3. Wirtschaftskraft der Region steigt durch Pacht- und Gewerbesteuer-Einnahmen. |




















